Hilfe für Flüchtlinge : DFB weitet Initiative aus

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verlängert seine Flüchtlingsinitiative. „Die Vereine haben die ganze Summe für 2015 schon abgerufen“.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bei der Vorstellung der Aktion "1:0 für ein Willkommen" in einem Flüchtlingscamp in Egelsbach.
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bei der Vorstellung der Aktion "1:0 für ein Willkommen" in einem Flüchtlingscamp in Egelsbach.Foto: afp

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) weitet seine Flüchtlingsinitiative „1:0 für ein Willkommen“ um vier Jahre aus. „Über die Egidius-Braun-Stiftung haben wir sichergestellt, dass dieses Programm bis 2019 weiterläuft“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach am Dienstag am Rande der UEFA-Tagung in St. Julian's/Malta.

In diesem und dem nächsten Jahr stellt der Verband gemeinsam mit der DFB-Auswahl und der Bundesregierung jeweils 300 000 Euro für die Integration von Flüchtlingen zur Verfügung. „Die Vereine haben die ganze Summe für 2015 auch schon abgerufen“, berichtete Niersbach.

Beim jährlichen Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 23. September in Berlin will er die Flüchtlingssituation in Deutschland intensiv erörtern. „Ich bin nächsten Mittwoch im Kanzleramt und treffe dort die Staatsministerin Frau Özoguz und die Kanzlerin. Da wird das Thema sicher eine zentrale Rolle spielen“, kündigte er an.

Die Flüchtlingsthematik hält Niersbach „für die größte Herausforderung unseres Landes seit der Wiedervereinigung. Da kann im Prinzip niemand sagen, das geht mich nichts an, ich habe damit nichts zu tun.“ Der Fußball könne bei der Bewältigung der Probleme helfen. „Die entscheidenden Weichen muss aber die Politik stellen“, so Niersbach. (dpa)

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