Sport : Hin und weg

Deutsche Sprinterinnen stark – Friedrich sagt ab.

Helsinki - Titelverteidigerin Verena Sailer hat bei der Leichtathletik-EM in Helsinki den Endlauf über 100 Meter erreicht. In 11,17 Sekunden lief sie im Halbfinale die zweitschnellste Zeit hinter der Ukrainerin Olessja Povh. Ebenfalls im Finale am Donnerstag stehen ihre Teamkolleginnen Anne Cibis (11,36) und Tatjana Pinto (11,39). „Wir haben das ganz gut hingekommen. Ich laufe einfach, so schnell ich kann“, sagte Sailer nach ihrem Rennen. Schon im Vorlauf war die 26-Jährige in 11,14 Sekunden so schnell gewesen wie seit ihrem Sieg bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren in Barcelona nicht mehr.

Auch andere deutsche Athleten dürfen nach dem ersten EM-Tag auf Medaillen hoffen. Kugelstoß-Weltmeister David Storl sowie die Olympia-Dritte Christina Obergföll, Titelverteidigerin Linda Stahl und Katharina Molitor (beide Leverkusen) im Speerwurf haben die Finals am Freitag erreicht. „Eine Medaille ist eigentlich kein Thema, das sollte klappen. Ich würde aber auch Gold mitnehmen“, sagte Obergföll, die in der Qualifikation allerdings nur 59,49 Meter weit warf.

Pascal Behrenbruch könnte als erstem deutschen Zehnkämpfer seit 1990 der Sprung aufs Siegerpodest gelingen. Zur Halbzeit liegt der Frankfurter mit 4291 Punkten auf Platz zwei – nur 61 Zähler hinter dem führenden Alexej Kasjanow. „Den Ukrainer hole ich mir auch noch“, sagte Behrenbruch. Auch Norman Müller (Halle) liegt mit 4193 Zählern nur 20 Punkte von einer Medaille entfernt.

Weniger gut läuft es dagegen weiterhin bei Ariane Friedrich. Die Hochspringerin musste eine Stunde vor der Qualifikation ihren EM-Start wegen Magenproblemen absagen. „Ariane war sehr optimistisch, sie wollte hier eine Medaille gewinnen“, sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen. „Das Aus ist großes Pech für sie.“ Friedrich hat damit nur noch beim Meeting am Sonntag in Eberstadt die Chance, die Olympia-Norm von 1,95 Meter zu schaffen. Tsp/dpa

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