Sport : His Way

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Das 91. Berliner Sechstagerennen hatte in der fünften Nacht einen besonderen Höhepunkt. Mit einem Ehrenspalier aller Rennfahrer, also auch der Sprinter und Steher, wurde der 44-jährige Etienne de Wilde in Berlin verabschiedet. Der Belgier, der in 196 Sechstagerennen 38 Siege feierte und zwei Tour-de-France-Etappen gewann, musste zum Frank-Sinatra-Song "My Way" Ehrenrunden drehen. De Wilde beendet mit der Sechstage-Saison seine erfolgreiche Laufbahn.

Vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe gab es bei den Sixdays noch einmal die von den 12 000 Fans im Velodrom herbeigesehnte Zuspitzung. Die Vorjahressieger Rolf Aldag (Ahlen) und Silvio Martinello (Italien) hatten zunächst wieder die Spitzenposition übernommen. Der Telekom-Straßenspezialist und der italienische Olympiasieger gewannen in der vorletzten Nacht die Große Jagd und haben damit die zwei Nächte zuvor an Scott McGrory (Australien) und Matthew Gilmore (Belgien) verlorene Führung zurückerobert. McGrory/Gilmore behaupten mit einer Runde Rückstand Platz zwei vor den in der gleichen Runde liegenden Robert Bartko (Potsdam)/Andreas Beikirch (Büttgen) und Bruno Risi/Kurt Betschart (Schweiz). Risi/Betschart gaben sich in einem fulminanten Finish nur äußerst knapp den neuen Spitzenreitern geschlagen, während der zweimalige Olympiasieger Bartko vom Team Telekom erste Ermüdungserscheinungen offenbarte. Er war erst einen Tag vor dem Start in Berlin aus Australien zurückgekehrt. In der Kleinen Jagd am Anfang des Rennabends hatte er mit Partner Beikirch noch vor McGrory/Gilmore gewonnen.

Bei den Sprintern feierte der Weltmeister Arnaud Tournant schon seinen dritten Tagessieg. Der in Berlin umjubelte Franzose führt nun 3:2 im Vergleich mit dem zweimaligen Olympiasieger Jens Fiedler aus Chemnitz. Bei den Stehern revanchierte sich Europameister Carsten Podlesch aus Berlin für die Niederlage vom Vortag und holte seinen insgesamt vierten Sieg.

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