Sport : Historisch belastet

Die vier deutschen Vertreter stehen heute in der Europa League vor dem Aus.

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Angespannt. Hannovers Mame Diouf muss gegen Anschi ein 1:3 wettmachen. Foto: dpa
Angespannt. Hannovers Mame Diouf muss gegen Anschi ein 1:3 wettmachen. Foto: dpaFoto: dpa

Berlin - Der Ort ist historisch gesehen kein guter für Borussia Mönchengladbach. Im Stadio Olimpico, dem Olympiastadion von Rom, erlitt der Klub 1977 eine schmerzhafte Niederlage. Im Europapokalfinale der Landesmeister unterlagen die Gladbacher mit Kapitän Berti Vogts und Stürmer Jupp Heynckes dem FC Liverpool 1:3. Einen Triumph dieser Größenordnung kann die aktuelle Gladbacher Mannschaft am Donnerstagabend zwar nicht erreichen, der Einzug ist Achtelfinale der Europa League wäre aber dennoch einer der größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte. Nach dem 3:3 im Hinspiel benötigt der Bundesligist gegen Lazio Rom wohl einen Sieg zum Weiterkommen (19 Uhr, live bei Sky). Ein 4:4 oder ein Unentschieden mit noch mehr Toren würde ebenfalls reichen. Läuft es ganz schlecht, scheidet Gladbach heute auch ohne Auswärtsniederlage aus dem Wettbewerb aus.

Ähnlich bescheiden ist die Ausgangsposition für Leverkusen (0:1 gegen Benfica Lissabon), Hannover 96 (1:3 bei Anschi Machatschkala) und Stuttgart (1:1 gegen Genk). Dabei hatte es nach der Vorrunde noch gut ausgesehen. Zum ersten Mal seit der Einführung der Europa League zogen alle deutschen Mannschaften in die K.o.-Runde ein. In der Fünfjahreswertung der Europäischen Fußball-Union (Uefa) rangiert Deutschland 2012/13 mit 13,785 Punkten knapp hinter Spanien (14,285) auf zwei. Je mehr Teams ausscheiden, desto geringer wird die Chance, diese Wertung zum ersten Mal seit vielen Jahren zu gewinnen. Ein prestigeträchtiger Erfolg. Die ersten drei Nationen der Fünfjahreswertung bekommen drei Startplätze in der Champions League garantiert, eine vierte Mannschaft kann sich in K.o.-Spielen qualifizieren.

Gladbachs Fans haben die Hoffnung aufs Achtelfinale noch nicht aufgegeben. Gut 10 000 von ihnen werden heute in Rom erwartet. Ähnlich viele reisten zum letzten Mal vor 36 Jahren in Italiens Hauptstadt.Sebastian Stier (mit dpa)

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