Hockey : 12 Spiele in 18 Stunden in einer Halle

Die neun Berliner Erstligisten der Hockey-Bundesliga laden zum Berlin-Spieltag im Horst-Korber-Sportzentrum. Während Berlin als Zentrum des international erfolgreichen deutschen Hockeys gilt, hinken die Zuschauerzahlen in ihrer Bedeutung noch weit hinterher.

Dennis Grabowsky

BerlinNeun Berliner Erstligisten. Neun! Was im Volkssport Fußball wohl auf lange Zeit undenkbar erscheint, in der Hallenhockey-Bundesliga ist es Tatsache. Zugegeben: Diese Zahl ergibt sich, wenn man die Frauen- (fünf) und die Herrenmannschaften (vier) addiert. Hinzu kommt, dass die Liga ihre Vorrunde in vier regionalen Staffeln à sechs Teams ausspielt. Dennoch ist die Zahl beeindruckend, Berlin ist ein Zentrum des international erfolgreichen deutschen Hockeys. Nur die Zuschauerzahlen entsprechen dieser Bedeutung bei weitem nicht.

Um dagegen etwas zu tun, wartet die in der vergangenen Woche begonnene Hallensaison schon dieses Wochenende mit einem Großereignis auf: Dem Berlin-Spieltag im Horst-Korber-Sportzentrum. Innerhalb von 18 Stunden absolvieren dort die Berliner Bundesligisten, dazu die Frauen vom ATV Leipzig und die Männer vom Osternienburger HC sowie vom Aufsteiger TSV Leuna insgesamt zwölf Bundesligapartien. „Wir wollen damit dem Liga-Alltag mit vielen Spielen in verschiedenen Hallen vor geringer Kulisse entgegenwirken“, sagt der Präsident des Berliner Hockey-Verbands, Erfried Neumann. So finden am Samstag und Sonntag ab 11 Uhr jeweils sechs Erstligapaarungen der Staffel Ost statt.

Nach ihren Favoritensiegen am ersten Spieltag dürften sowohl bei den Frauen, wie bei den Männern vor allem die Duelle zwischen TuS Lichterfelde und dem BHC, die am Sonntag ab 17 Uhr direkt nacheinander ausgetragen werden, die meisten Zuschauer anlocken. Diese beiden Teams erheben sportlichen Anspruch auf Platz eins der Staffeln Ost. Die weiteren Berliner Vertreter sind die Zehlendorfer Wespen und Blau-Weiß Berlin sowie – nur bei den Frauen – Zehlendorf 1888. Jede dieser Mannschaften ist beim Berlin-Spieltag in Aktion.

Die BHC-Frauen sind Deutsche Meisterinnen auf dem Feld. In der Halle verloren sie dagegen in der letzten Saison das Finale gegen den Staffel-Nord-Ersten Club an der Alster, einen von den ebenfalls neun Bundesliga-Klubs aus Hamburg.

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