Sport : Hockey: Eine gute Mischung

Die neue sportliche Führung hat bei den deutschen Hockey-Nationalspielern eine Welle zum Rücktritt vom Rücktritt ausgelöst. Nach der Übernahme des Bundestrainer-Amtes durch Bernhard Peters sind mindestens vier Asse, die nach der Enttäuschung des fünften Platzes bei den Olympischen Spielen in Sydney ihre internationale Karriere beenden wollten, zum Weitermachen in der Herren-Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) bereit. Christopher Reitz, Olympiasieger von 1992, sowie dessen Europameister-Mitstreiter Michael Green, Florian Kunz und Christoph Bechmann haben Peters ihre Bereitschaft erklärt, bis zur Weltmeisterschaft 2002 weiter zu spielen. Und auch der langjährige Kapitän Christian Mayerhöfer, wie Reitz Goldmedaillen-Gewinner in Barcelona, denkt darüber nach.

"Ich bin froh, dass ich für die WM eine gute Mischung aus Spielern mit Perspektive und Routiniers zur Verfügung habe", meinte Peters, der im Dezember zum Nachfolger von Paul Lissek berufen wurde. In dem Trainerwechsel liegt auch der Hauptgrund für den Sinneswandel der Akteure. Denn in der fast zehnjährigen Tätigkeit des Cheftrainers aus Limburg ist es offenbar zuletzt zu einer größeren Abnutzung gekommen, als Auswahlakteure und Offizielle dies nach außen zugeben wollen. Während Letztere zum Thema Lissek beharrlich schweigen, monierte Mayerhöfer kürzlich immerhin unterschiedliche Auffassungen von der Taktik.

Peters versprach, vor allem offener mit den Akteuren umzugehen als sein Vorgänger. Sonst wäre einer wie Bechmann, der nach schwachen Leistungen und undiszipliniertem Verhalten in Sydney bei Lissek in Ungnade gefallen war und aufhören wollte, nicht zur Rückkehr bereit. "Ich habe lange mit ihm geredet, kenne seine Macken, aber auch seine Stärken. Alle fangen bei null an", betonte Peters.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben