Hockey : Immer wieder Spanien

Vor dem EM-Halbfinale: Gegen Spanien haben die deutschen Hockey-Männer Chronik der Duelle meist die Oberhand behalten. Eine Chronik der Duelle.

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Olympia-Finale 2008. Deutschland besiegte mit Christopher Zeller (l.) Spanien. Foto: dpadpa

Amsterdam - Die Hockey-Weltmeister schwächeln bei der EM in Amsterdam bisher. Doch wenn es drauf ankam, haben die deutschen Männer in den vergangenen Jahren bei großen Turnieren gerade gegen Halbfinal-Gegner Spanien meist die Oberhand behalten. Das weiß auch Bundestrainer Markus Weise, der nach durchwachsenen Auftritten in der Vorrunde vor dem Duell um den Final-Einzug bei der EM auch als Psychologe gefragt ist. Und in dieser Hinsicht ist der Coach, der als einziger Hockey-Trainer der Welt zwei Teams eines Landes (deutsche Damen 2004, Herren 2008) zum Olympiasieg führte, ein Meister.

„Das Halbfinale wird ein völlig anderes Spiel“, betonte Weise nach dem enttäuschenden 3:1 des hohen Favoriten im Gruppenspiel gegen Österreich. „Das wissen auch meine Jungs. Da wird die Einstellung ganz anders sein.“ Und mit Blick auf die gute Bilanz der Vorjahre fordert er die Spanier heraus: „Die müssen uns erst mal schlagen!“ Die wichtigsten Duelle mit Spanien bei Top-Turnieren in den Vorjahren im Überblick:

EM 2003 in Barcelona: Der Weltmeister von 2002 liefert Gastgeber Spanien eine Abwehrschlacht und rettet sich dank seines überragenden Torhüters Clemens Arnold ins Siebenmeterschießen. Bundestrainer Bernhard Peters wechselt Christian Schulte ein. Der als Siebenmeterexperte bekannte Ersatzkeeper wehrt zwei Schüsse ab – Deutschland gewinnt 5:4 und holt den vierten EM-Titel in Serie.

Olympia 2004 in Athen: Nach einem eher glücklichen Unentschieden im Vorrunden-Duell treffen Deutschland und Spanien im Spiel um Platz drei erneut aufeinander. In der Verlängerung erzielt Björn Michel das Golden Goal zum 4:3.

EM 2005 in Leipzig: Mit einer stark verjüngten Mannschaft trifft Deutschland im Halbfinale schon wieder auf Spanien – und verliert knapp mit 2:3. Damit ist der Weg zum Titelgewinn für Spanien frei.

WM 2006 in Mönchengladbach: Im WM-Halbfinale müssen beide Teams nach einem turbulenten Match ins Siebenmeterschießen. Diesmal lässt Peters Ersatzkeeper Schulte auf der Bank, dafür pariert Stammtorwart Uli Bubolz zwei Schüsse, ein dritter landet am Pfosten – Deutschland steht im Finale und wird mit 4:3 gegen Australien Weltmeister.

EM 2007 in Manchester: Im ersten großen Turnier unter Peters-Nachfolger Weise enttäuscht Deutschland. Im Halbfinale verliert man gegen Spanien nach Fehlschüssen von Timo Weß und Philipp Zeller im Siebenmeterschießen 2:4, auch das Spiel um Platz drei geht gegen Belgien verloren. Deutschland muss nun sogar in die Olympia-Qualifikation.

Olympia 2008 in Peking: In der Vorrunde siegt Deutschland 1:0 gegen Spanien, im Endspiel behält die DHB-Auswahl dank des Tores von Christopher Zeller ebenfalls mit 1:0 die Oberhand. dpa

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