Sport : Hockey: Niederlage aus sieben Metern

Diese verflixten Siebenmeter. Vor einer Woche unterlagen die Hockeyspielerinnen des Berliner HC im Meisterschaftsfinale in Hamburg gegen den Rüsselsheimer RK, weil sie aus sieben Metern nicht ins Tor trafen. Einzig die ehemalige Nationalspielerin Kathrin Kauschke behielt die Nerven. Gestern musste der BCH wieder zum Siebenmeterschießen antreten, wieder in Hamburg. Diesmal im Pokalfinale gegen den Club an der Alster. Ausgerechnet Kauschke war es, die scheiterte. Der BHC verlor das Entscheidungsschießen mit 3:5, nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden.

Bitter ist die Niederlage vor allem, weil die Hamburgerinnen gerade erst den Bundesligaaufstieg geschafft haben. Vor einer Woche, als der BHC im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft stand, absolvierte der Club an der Alster das letzte Regionalligaspiel. Nur die ersten 20 Minuten hatten die favorisierten Berlinerinnen Probleme mit dem Außenseiter, danach spielte der deutsche Vize-Meister seine ganz Routine aus. Doch Tore wollten nicht gelingen. Den Führungstreffer erzielte Uta von Frankenberg erst nach 61 Minuten. Nur eine Minute später bekamen die Hanseatinnen einen Siebenmeter zugesprochen, den Martina Ludlei zum 1:1 verwandelte. Ohne Verlängerung ging es ins Siebenmeterschießen, in dem alle Hamburgerinnen trafen. Der viermalige Pokalsieger aus Berlin war besiegt.

"Fast jede Berliner Spielerin ist normalerweise einen Tick besser. Aber meine Mädels haben heute die Zweikämpfe meist gewonnen", sagte Alster-Coach Jens George. Damit hat sich Alster für den Europapokal der Pokalsieger qualifiziert. Im nächsten Jahr nimmt der deutsche Vizemeister daran teil, weil der nationale Pokal wegen Termin- und Vermarktungsproblemen abgeschafft wird.

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