Hockey : Weltmeister Bubolz legt den Schläger zur Seite

Der Torwart des Berliner Hockey-Clubs, Ulrich Bubolz, wird endgültig nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen.

Fridtjof Ludwig

Es war kein einfaches Gespräch, das Ulrich Bubolz, der Torwart des Berliner Hockey-Clubs, vor wenigen Tagen mit Bundestrainer Markus Weise führte. 27 Jahre ist Bubolz erst alt und dennoch wollte der Weltmeister von 2006 dem Bundestrainer einen folgenschweren Entschluss mitteilen: Seine Karriere in der Nationalmannschaft ist beendet.

Den Anfang vom Ende markierte die verpasste Nominierung ins Olympia-Team von Peking. „Olympia ist mein großer Traum gewesen“, sagt Bubolz heute. Doch Weise nahm ihn nicht mit. Sportliche Gründe, aber auch Bauchgefühl seien ausschlaggebend gewesen. „Es ist immer schwierig, unter drei starken Torleuten die richtigen zwei zu nominieren“, erklärt der Coach. Anstatt für Bubolz entschied er sich für den international unerfahrenen Max Weinhold.

Dass die Nationalmannschaft dann in Peking Gold und damit nach der WM 2006 und der Hallen-WM 2007 wieder ein großes Turnier gewann, mag den Bundestrainer in seinem Entschluss bestärkt haben. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass in den Jahren zuvor noch Bubolz im Tor gestanden hatte. Mit dem Olympiasieg schwand gleichzeitig bei Bubolz der Glaube, auf seinen alten Platz zurückzukehren. „Es fehlte einfach das Vertrauen zwischen dem Trainer und mir“, sagt der Torwart. Das habe er auch dem Bundestrainer mitgeteilt.

 Künftig will sich Bubolz mehr auf seinen Beruf als Prozessingenieur in einem Solartechnikunternehmen konzentrieren. Der lasse ihm weiterhin ausreichend Freiraum, um in der Bundesliga auf professionellem Niveau zu spielen.

Weise bedauert Bubolz’ Entscheidung, „ich kann sie aber auch gut nachvollziehen“, sagt er. Schließlich sei es ein erheblicher Kraftaufwand, beides zu wollen: Erfolg im Beruf und in der Nationalmannschaft.

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