Hockey : Zehlendorfer Wespen hoffen auf eine bessere Zukunft

Hockey: Wespen hoffen auf eine bessere Zukunft

Martin Gropp
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Foto: p-a/dpaDPA

Mannheim - Für Florian Keller war nach dem Viertelfinale der Zehlendorfer Wespen beim Mannheimer HC alles wie immer: Eine Handvoll Autogrammjäger lief nach dem Schlusspfiff zum Olympiasieger von Peking. Keller erfüllte die Wünsche, die Namen der Kinder wird er allerdings nur schwer verstanden haben. Denn gleich nebenan feierte der Mannheimer HC mit „Humba, humba, tätärä!“-Getöse den Einzug ins Halbfinale der deutschen Meisterschaft, den sie sich mit dem 10:7 gegen die Wespen gesichert hatten.

Am Ende war es ein verdienter Sieg für die Mannheimer, doch fiel er weniger deutlich aus als erwartet. „Für uns war dieses Spiel heute auf keinen Fall einfach“, sagte Trainer Torsten Althoff. „Die Zehlendorfer haben wirklich gut mitgespielt.“ Auch Kai Britze, der Trainer der Wespen, war mit seiner Mannschaft keineswegs unzufrieden. Vor allem imponierte ihm, wie sie Mitte der ersten Hälfte reagiert hatte, nachdem die Mannheimer schon nach zehn Minuten mit 3:0 davongezogen waren. Doch die Wespen fingen sich wieder. Erst verwandelte Keller einen Siebenmeter, dann schlug eine seiner kurzen Ecken im Tor ein. Als Mannheim aber auch zu Beginn der zweiten Hälfte drei Tore am Stück schoss und 7:3 führte, wusste der Berliner Trainer, dass es mit der Teilnahme an der Heim-Endrunde in der Schmeling-Halle nichts werden würde. „Man kann eben nicht ständig dagegenhalten“, sagte Britze.

Vor allem nicht, wenn man mit einer Mannschaft antritt, deren Altersdurchschnitt unter 21 Jahren liegt. Außer dem schon 28 Jahre alten Florian Keller hatte nur Kapitän Caspar Schmucker schon einmal in einem Viertelfinale gestanden. „Klar, mit einer älteren Mannschaft wäre das Spiel anders gelaufen“, sagte Keller. „Aber wir haben eine gute Entwicklung genommen und werden in Zukunft viel erreichen können.“ Seine Autogramme würden jedenfalls noch begehrter werden, sollten die Zehlendorfer Wespen den Ruf des Scheiterns besiegen. Martin Gropp

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