Sport : Hockeybundesliga: Der BHC hat noch Reserven

Martin Scholz

Wenn Holm Gregoire zur Halbzeit der Hockeybundesliga eine Bilanz ziehen soll, fällt diese nicht schlecht aus. Der Kotrainer des Berliner HC sagt: "Man sieht, dass die Mannschaft im Saisonverlauf viel stärker geworden ist". Das spiegelten auch die Ergebnisse des vergangenen Wochenendes wider. Einer 1:3 (0:1)-Niederlage gegen den Rüsselsheimer RK vom Sonnabend stand tags darauf der 5:1 (2:0)-Erfolg im letzten Hinrundenspiel gegen den Münchner SC gegenüber. Uta von Frankenberg (2), Britta von Livonius, Katharina Scholz und Eileen Hoffmann erzielten dabei die Tore.

Eine Steigerung hatte es auch in der gesamten Hinrunde gegeben. Zunächst mangelte es den jungen Zugängen an Spielverständnis. Das Resultat waren Punkteteilungen gegen Frankfurt 1880 und TuS Lichterfelde, die zu früher eigentlich immer klar bezwungen worden waren. Dennoch gelang es dem Berliner HC, sich auch in diesem Jahr in der Spitzengruppe zu platzieren. Mit dem Erfolg am Sonntag gegen die viertplatzierten Münchnerinnen konnten sich die BHC-Damen etwas Abstand zu den Verfolgerteams verfolgen. "Vielleicht geht jetzt auch noch etwas nach oben", sagt Gregoir, der am Wochenende den mit der Berliner Jugendauswahl verreisten Friedel Stupp vertrat. Der BHC startet mit nur zwei Punkten Rückstand auf Eintracht Frankfurt und drei Punkten auf Tabellenführer Rüsselsheim in die Rückrunde. Die bislang einzige Saisonniederlage gegen Rüsselsheim bestärkt den Trainer zusätzlich in seinem Optimismus. "Wir haben gemerkt, dass wir mit denen mithalten und sie eigentlich auch schlagen können. Denn im Gegensatz zu Rüsselsheim haben wir unser Leistungsvermögen noch längst nicht ausgeschöpft."

Allerdings bereiten den Berlinerinnen immer wieder die Schwächen bei der Chancenverwertung und Fehler der jungenSpielerinnen Probleme. Doch die 16-jährige Eileen Hoffmann im Sturm und die gleichaltrige Lea Loitsch als Libero bestätigen den Aufwärtstrend. "Loitsch ist im Laufe der Spiele viel selbstsicherer geworden", sagt Gregoire. Hinzu kommt die Rückkehr von Nationalspielerin Katrin Kauschke, die dem Team zusätzlichen Halt gibt. Sie pausierte zu Saisonbeginn, war bei den letzten drei Spielen wieder dabei. "Alleine ihre Anwesenheit auf dem Platz genügt schon. Egal, wie sie in Form ist" sagt Gregoir über die 29-Jährige. Mit ihrem energischen Auftreten setzt sie Akzente auf dem Spielfeld. Und da die jungen Mitspielerinnen wirklich gut sind, glaubt Kauschke, "dass wir auch im Hinblick auf die Deutsche Meisterschaft unsere Chance haben". Doch diese Bilanz steht noch aus.

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