Höhepunkte der Nacht : Sensation auf dem Eis

Topfavorit Jewgeni Pluschenko hat im Eiskunstlaufen der Herren nur Silber gewonnen. Den Olympiasieg sicherte sich Weltmeister Evan Lysacek aus den USA. Auch in der Halfpipe gab es eine Überraschung: Die Australierin Torah Bright schlug die deutlich höher gehandelte US-Amerikanerin Hannah Teter. Im Skeleton wahrten die deutschen Frauen ihre Medaillenchancen, während die Männer schon weit abgeschlagen sind.

von
Vancouver 2010 - Eiskunstlauf
Gelungene Überraschung: Evan Lysacek hat den großen Favoriten Jewgeni Pluschenko geschlagen. -Foto: dpa

Ernüchterung bei Jewgeni Pluschenko. Der Superstar im Männer-Eiskunstlauf verpasste den eingeplanten Olympiasieg im Eiskunstlaufen knapp und musste sich mit Silber hinter dem amerikanischen Weltmeister Evan Lysacek begnügen. Pluschenko zeigte zwar das schwierigere Programm, in dem er unter anderem auch einen Vierfach-Toeloop stand. Doch Lysacek überzeugte die Kampfrichter mit einer ausdrucksstarken und fehlerfreien Kür. Die Entscheidung fiel allerdings äußerst knapp aus: Am Ende gab nur etwas mehr als ein Punkt den Ausschlag zugunsten des US-Amerikaners. Bronze ging mit einem deutlichen Abstand an Daisuke Takahashi aus Japan. Der wegen eines Hexenschusses gehandicapte Berliner Stefan Lindemann beendete den Wettbewerb auf dem 22. Platz.

Halfpipe: Teter geschlagen - Spanierin stürzt schwer

Die Australierin Torah Bright hat überraschend die Goldmedaille in der Halfpipe gewonnen. Sie setzte sich auf dem Cypress Mountain mit 45,0 Punkten vor den beiden Amerikanerinnen Hannah Teter und Kelly Clark durch. Teter hatte bei den Winterspielen 2006 in Turin triumphiert, Clark 2002 in Salt Lake City Olympia-Gold geholt. Deutsche Teilnehmerinnen waren nicht vertreten. Überschattet wurde der Wettbewerb von einem schweren Sturz der Spanierin Queralt Castellet. Die Dritte der Qualifikation verletzte sich im Training kurz vor dem Finale, als sie bei einem Sprung mit dem Kopf auf die Kante der Halfpipe aufschlug. Die 20-Jährige war etwa eine halbe Minute bewusstlos und wurde vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht.

Skeleton: Frauen auf Kurs - Männer abgeschlagen

Im Skeleton dürfen die deutschen Frauen zur Halbzeit der olympischen Rennen weiter auf Gold hoffen. Kerstin Szymkowiak liegt vor den abschließenden zwei Läufen am Freitag drei Hundertstelsekunden hinter Amy Williams zurück. Weil die Britin aber angeblich mit einem aerodynamischen Helm unterwegs gewesen sein soll, haben gleich mehrere Teams Protest eingereicht. Anja Huber kämpft als Vierte dicht hinter der Kanadierin Mellisa Hollingsworth ebenfalls um einen Podiumsplatz. Die Oberhofer Weltmeisterin Marion Trott, die vor einem Jahr souverän die olympische Generalprobe beim Weltcup gewann, landete hingegen nach mehreren Fahrfehlern nur auf Rang zehn und ist damit genauso chancenlos im Kampf um die Medaillen wie die deutschen Männer. Als Bester nach zwei Läufen ist Frank Rommel mit bereits 1,24 Sekunden Rückstand auf den Führenden Letten Martins Dukurs Neunter. Sandro Stielicke folgt auf Platz 11, Michi Halilovic ist gar nur 16. (mit dpa)

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben