Sport : Hoeneß kritisiert Hitzfeld Bayerns Manager:

„Ich bin enttäuscht“

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Berlin Die Suche nach einem Bundestrainer ist zu einer Aufgabe aller Entscheidungsträger im deutschen Fußball geworden. „Jetzt sind wir alle aufgerufen, gemeinsam darüber nachzudenken, was jetzt eine gute Lösung ist. Ich muss ehrlich sagen, ich habe keine Patentlösung“, sagte Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß. „Ich habe große Sorge um den deutschen Fußball.“ Hoeneß äußerte auch Kritik am Verhalten von Ottmar Hitzfeld. „Ich bin ein bisschen enttäuscht von Ottmar, weil wir zwar einerseits unser Ego haben, aber andererseits auch eine gewisse Verpflichtung unserem Land gegenüber.“ Vor allem, weil die bevorstehende WM ein „enormes Signal für unser Land“ geben könne. Jetzt müsse in aller Ruhe nachgedacht werden. „Es geht darum, für Deutschland, für das wichtigste Fußball-Ereignis seit 30 Jahren die richtige Entscheidung zu treffen.“

DFB-Vizepräsident Engelbert Nelle drängt dagegen auf ein Ergebnis am Montag, wenn das zwölfköpfige Verbandspräsidium tagt. „Wir werden nicht auseinander gehen, ohne uns sehr konkret auf einen Namen zu einigen“, sagte Nelle.

Derweil hat Ottmar Hitzfeld ausgeschlossen, seine Absage noch einmal zu überdenken. „Wenn man sich entschieden hat, soll man nicht umfallen. Ich werde meine Entscheidung nicht revidieren“, sagte der 55-Jährige. Eine Absage erteilte auch Christoph Daum dem DFB. „Ich stehe zurzeit nicht zur Verfügung.“ In mehreren Umfragen hatte sich eine deutliche Mehrheit für Daum ausgesprochen. Im Gespräch für die Völler-Nachfolge bleibt aber weiterhin Griechenlands neuer Volksheld Otto Rehhagel. Möglich scheint auch, dass ein Ausländer wie etwa der Niederländer Guus Hiddink oder der Däne Morten Olsen das Traineramt übernehmen. In diesem Zusammenhang gibt es Versuche, Völler zu überreden, doch wieder Verantwortung zu übernehmen. „Ich kann mir vorstellen, dass man versucht, Rudi mit einer abgespeckten Version zu gewinnen“, sagte Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Völler könnte als Teammanager die Medienarbeit leisten, und der neue, ausländische Coach könnte sich ganz auf das Sportliche konzentrieren. dpa/Tsp

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