Sport : Hoeneß verhandelt mit Torjäger Alves. Der Brasilianer kostet 15 Millionen DM

fmb

Gestern nachmittag flog Jürgen Röber wieder nach Hause, von Barcelona nach Berlin. In Spanien beobachtete der Trainer von Hertha BSC, wie die müden Spieler des FC Barcelona, in der Champions-League-Zwischenrunde Gegner von Hertha, 1:2 gegen Schlußlicht Malaga verloren.

Und natürlich war Röber ("Ich bin bestens informiert") auf dem Laufenden, was zur gleichen Zeit Hertha-Manager Dieter Hoeneß ein paar tausend Kilometer westlich registrierte. Hoeneß ist in Brasilien, um dort für den erfolglosen Berliner Angriff einen Torjäger der Extraklasse zu verpflichten. "Wenn wir jetzt jemanden holen", sagt Röber, "dann muss er eine echte Verstärkung sein." Alexandro Alves vom derzeitigen Tabellen-Zweiten Cruzeira könnte eine sein. Der 24-Jährige schoss in dieser Saison in 20 Spielen bereits 20 Tore und soll rund 15 Millionen Mark kosten. Röber hat Alves schon mehrfach gesehen, live und auf Video. "Ein sehr guter Mann." Das dürfte sich auch Hoeneß gedacht haben, als er sah, wie der technisch starke, 1,77 m große Alves am Sonntag beim 5:2-Sieg seiner Mannschaft gegen Paranß gleich vier Tore schoss. Der Manager verhandelte bereits mit Cruzeiras Klubpräsidenten. "Aber wer sagt denn, dass es ein Brasilianer wird? Vielleicht holen wir ja auch einen Argentinier", sagt Röber. Eine Verstärkung für die derzeit ziemlich anfällige Berliner Abwehr, die in elf Spielen bereit 20 Treffer kassiert hat, ist angeblich nicht im Gespräch. Röber: "Einen Abwehrspieler? Nein, so einen suchen wir zurzeit eher nicht. Wir haben ja genügend." Das kann natürlich auch eine Nebelkerze sein, zur Ablenkung. Wann zum Beispiel Marko Rehmer erstmals spielen kann, ist derzeit noch ungewiss. "Ich hoffe", sagt Röber, "dass es bald sein wird."

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