Hoffenheim - Augsburg 0:0 : Ein Punkt für Vukcevic

TSG Hoffenheim und der FC Augsburg spielen 0:0. Doch das Spiel ist nur Nebensache – nach dem Autounfall von Boris Vukcevic am Freitag.

... und Hoffenheims Spieler tragen nach dem Spiel Trikots mit der Nummer 7 - von Boris Vukcevic.
... und Hoffenheims Spieler tragen nach dem Spiel Trikots mit der Nummer 7 - von Boris Vukcevic.Foto: dpa

Trotz der Sorge um den schwer verunglückten Teamkollegen Boris Vukcevic haben die Profis der TSG Hoffenheim einen Punkt gegen den FC Augsburg geholt. Bei dem torlosen Remis vor 22 000 Zuschauern agierte Augsburg über weite Strecken sehr defensiv. Den Hoffenheimern fehlten in der Offensive trotz spielerischem Übergewicht die zündenden Ideen. Die Augsburger verbleiben nach dem zweiten Punktgewinn der Saison auch nach dem sechsten Spieltag auf einem Abstiegsplatz.

Der sportliche Ausgang der Partie war jedoch bereits am Vortag in den Hintergrund getreten. Der 22 Jahre alte Mittelfeld-Allrounder Vukcevic war auf dem Weg zum Training mit seinem Mercedes in den Gegenverkehr geraten und frontal mit einem LKW kollidiert, wobei er schwerste Kopfverletzungen erlitt. Nach einer Not-Operation wurde er ins künstliche Koma versetzt. „Es gibt sicher wichtigeres als ein Fußballspiel“, sagte Hoffenheims Manager Andreas Müller.

Auch die Augsburger nahmen Anteil an dem Unglück Vucevics. „Gute Besserung, Boris“ stand auf den Shirts der Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl, als sie zum Warmmachen den Platz in der Rhein-Neckar-Arena betrat. Die Hoffenheimer Fans hatten Plakate mit dem Konterfei Vukcevics aufgehängt und ein Banner mit der Aufschrift „Alles für Boris“. Ein Spielabbruch kam für Vucevics Kollegen – nach Rücksprache mit dessen Eltern – nicht infrage. „Die Mannschaft will für ihn kämpfen, weil wir wissen, dass er es so gewollt hätte“, sagte Müller vor dem Anpfiff. Die engagiert auftretenden Hoffenheimer taten sich gegen die sehr tief stehende Abwehr der Gäste dennoch schwer.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts lockerten die Augsburger ihre defensive Spielweise etwas und kamen prompt zu Gelegenheiten, die alle ungenutzt blieben. In der 80. Minute hatte Augsburg dann aber Glück, dass Schiedsrichter Markus Schmidt eine harte Attacke im Strafraum von Ragnar Klavan an Firmino nicht als Foul und Straftstoß wertete. Kurz vor Schluss allerdings musste Sejad Salihovic wegen eines brutalen Fouls an Augsburgs Tobias Werner mit einer Roten Karte zu Recht vom Platz. (dapd)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben