Hoffenheim - Bremen 4:4 : In letzter Sekunde gepunktet

Der SV Werder Bremen erkämpft sich ein 4:4 gegen die TSG Hoffenheim. Für Überraschung sorgt Bremens Trainer Robin Dutt mit einem Wechsel auf der Torwartposition.

Hoffenheims Spielverderber, Bremens Retter: Philipp Bargfrede.
Hoffenheims Spielverderber, Bremens Retter: Philipp Bargfrede.Foto: Imago

Sinsheim - Die TSG Hoffenheim hat in der Bundesliga beim 4:4 (2:2) gegen Werder Bremen wieder einmal ein torreiches Spiel gezeigt. „Irgendwie geht einem das total auf den Sack“, sagte Trainer Markus Gisdol fassungslos und ziemlich verzweifelt. „Wenn wir sieben schießen, kriegen wir wahrscheinlich auch sieben.“ Nach zuletzt drei Niederlagen mussten die Kraichgauer in der 90. Minute den Ausgleich durch Philipp Bargfrede hinnehmen. In 14 Begegnungen der TSG sind mittlerweile 66 Treffer gefallen.

Die 25 608 Zuschauer in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena fühlten sich jedenfalls bestens unterhalten. Werder-Trainer Robin Dutt saß danach kopfschüttelnd in der Pressekonferenz und meinte: „Ich freue mich für alle neutralen Zuschauer. Ihr hattet euren Spaß.“ Er lobte die „ganz, ganz tolle Moral“ seiner Mannschaft, die zweimal zurücklag und noch einen Punkt erkämpfte.

Mit zwei verwandelten Foulelfmetern schoss Routinier Sejad Salihovic zunächst eine 2:0-Führung für die TSG heraus. Noch vor der Pause glich Werder durch den Handelfmeter von Aaron Hunt und Eljero Elia aus. Kevin Volland mit seinem sechsten Saisontor und Kai Herdling trafen erneut für Hoffenheim, ehe dem eingewechselten Nils Petersen bei seinem Comeback das 3:4 gelang.

Nach seinen Patzern beim 2:3 gegen Mainz musste Werder-Keeper Mielitz überraschend auf die Bank und Erstliga-Debütant Wolf den Vortritt lassen. Noch am Donnerstag hatte Dutt gesagt, dass er „bedingungslos“ zu Mielitz stehe. „Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht“, sagte der Chefcoach bei „Sky“. „Wir hatten aber alle den Eindruck, dass Sebastian einfach mal Zeit und Ruhe braucht. Die werden wir ihm bis Weihnachten auch geben.“

Der 25 Jahre alte Wolf hatte von Beginn an mächtig zu tun: Die Hoffenheimer zeigten sich sichtlich gewillt, die 0:2-Pleite von Augsburg vergessen zu machen. Doch als sich die TSG bereits mit einem 2:0-Vorsprung in der Kabine wähnte, glichen die Bremer innerhalb von zwei Minuten aus. Gisdols Team erwischte auch nach der Pause den besseren Start und ging durch Volland in Führung. Doch die Partie war noch nicht entschieden: Fünf Wochen nach seinem Bänderriss im Knie verkürzte Bremens Petersen auf 3:4 und ließ die Hoffenheimer weiter bangen. „Die waren schon so gut wie tot, wir schießen dann vier Eigentore“, ärgerte sich Volland.dpa

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