Hoffenheim - Dortmund 2:2 : Der BVB kämpft sich in Hoffenheim zum Remis

Drei Tage nach dem Achtelfinal-Einzug in der Champions League kam die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp am Samstag nur zu einem 2:2 (1:2) bei 1899 Hoffenheim.

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Der Hoffenheimer Torwart Grahl patzt für den 1:2.
Der Hoffenheimer Torwart Grahl patzt für den 1:2.Foto: afp

Es gab schon Wochen in dieser für Borussia Dortmund schwierigen, weil von vielen Verletzungen geprägten Saison, die weniger erfreulich für den BVB endeten. Nach dem 2:1-Sieg in Marseille in der Champions League, durch den der BVB das Achtelfinale erreichte, drehten die reisegestressten Westfalen die Bundesligapartie bei der TSG Hoffenheim. Nach einem 0:2-Rückstand kam der BVB noch zum verdienten 2:2-Ausgleich.  Nach Sven Schipplock (18.) und Kevin Volland (38.), trafen  Pierre-Emerick Aubameyang  (44.) und Lukasz Piszczek (67.) vor 30150 Zuschauern.

Dortmund-Trainer Jürgen Klopp ließ drei Stammspieler Roman Weidenfeller, Kevin Großkreutz und Henrikh Mkhitarian nach dem Einzug in die K.o-Runde der Champions League durch den 2:1-Sieg bei Olympique Marseille auf der Bank. Nach drei Bundesliga-Niederlagen in den vergangenen vier Spielen, schienen die Umstellungen seinem Team kaum Probleme zu bereiten.

Obwohl Hoffenheim intensiv in die Zweikämpfe gingen, schoss die Borussia das erste Tor. Der Treffer von Marco Reus zählte (10.) jedoch nicht, weil sich Robert Lewandowski im Abseits befand. Sechs Minuten später rettete Kevin Volland kurz vor der eigenen Torlinie gegen Reus. So schwungvoll der BVB angriff, so groß waren die Lücken in der Rückwärtsbewegung.   Die über 60 Prozent Ballbesitzt, die die Westfalen besaßen, waren bald nichts mehr wert.

Schipplock traf zum 1:0. Hoffenheim schloss einen Konter ab, den Roberto Firmino mit einem schönen Pass und Schipplock mit einem Heber über Weidenfeller-Vertreter Mitchell Langerak beendete. Sieben Minuten später krachte Eugen Polanskis 22-Meter-Schuss an die Latte. Beim nächsten Konter (38.) spielte Sebastian Rudy den Ball nach rechts in den BVB-Strafraum wo ihn Volland mit einem Flachschuss im langen Eck des BVB-Tores unter brachte.

Hoffenheim führte 2:0 und der BVB kam seltener zu gefährlichen Chancen. Bis zur 44. Minute, als Hoffenheims Torwart Jens Grahl einen Eckball nicht fangen konnte und der Ball nach vergeblichen Rettungsversuchen bei  Aubameyang landete.

Gesprächsthema in der Rhein-Neckar-Arena war nicht nur der mutige Auftritt Hoffenheims, sondern das von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp verfasste Stadionheft-Vorwort, in dem er von „zu Hause“ und seiner Mutter erzählte, und erneut ausführte wie sehr ihn die Anfeindungen gegen seine Familie schmerzten. Die Einlassungen haben eine Vorgeschichte. Vor fünf Jahren  wurde Hopp auf einem Plakat im BVB-Fanblock im Fadenkreuz gezeigt, danach verunglimpfte man ihn als „Sohn einer Hure“. „Ich habe solche Demütigungen, wenn schon nicht verstehen, so doch verarbeiten gelernt“, schrieb Hopp. Die BVB Fans, schien das Thema nicht mehr zu interessieren. Ganze zweimal klangen die Schmähgesänge für drei, vier Sekunden erneut an.

Viel interessanter war die Aufholjagd der Dortmunder, die die Partie nicht herschenken wollten. In einer kampfbetonten Partie war der BVB die dominierende Elf. Lukasz Piszczek traf zum 2:2 (68.). Der BVB ließ in der zweiten Hälfte viele Chancen zum Siegtreffer aus. Erst in den Schlussminuten kam Hoffenheim wieder zu Chancen. Zu einer Überraschung reichte es nicht mehr. 

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