Hoffenheim hofft wieder : Die TSG bezwingt Düsseldorf glücklich mit 3:0

Der neue Trainer Markus Gisdol führt die TSG Hoffenheim zu einem 3:0-Sieg über Fortuna Düsseldorf. Die Hoffenheimer liegen nun nur noch einen Punkt hinter dem Tabellensechzehnten Augsburg.

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Hoffenheim kann wieder jubeln.
Hoffenheim kann wieder jubeln.Foto: dpa

Als Markus Gisdol seine Arme zur Jubelpose hob, war in seinem Gesicht große Erleichterung zu sehen. Der neue Trainer der TSG Hoffenheim hatte sein erstes Spiel gewonnen. Beim 3:0 (1:0) über Fortuna Düsseldorf war zwar eine Menge Glück im Spiel, aber Gisdol hatte seine ersten drei Punkte gewonnen, die in Hoffenheim dazu taugen, neue Hoffnung auslösen, den Relegationsplatz in der Fußball-Bundesliga noch erreichen zu können. Hoffenheim liegt nur einen Punkt hinter dem Tabellensechzehnten Augsburg, der am Samstag in Dortmund antreten muss.

„Der Trainer war nur einige Tage hier“, sagte Hoffenheims Verteidiger Andreas Beck, „aber er hat uns viele, viele Aufgaben mitgegeben, wie wir das Spiel gewinnen können.“ Für Aufsteiger Fortuna Düsseldorf dagegen könnte es nach den Toren von Roberto Firmino, Kevin Volland und dem Eigentor von Andreas Lambertz im Abstiegskampf noch einmal eng werden.

In der ersten Hälfte hielt die Aufbruchsstimmung, die der seit Dienstag im Amt befindliche neue Trainer auszulösen schien, immerhin 20 Minuten lang an. Auf der Videotafel leuchteten zuversichtlich Prozentzahlen des Ballbesitzes auf, was immer herangezogen wird, wenn es darum geht zu zeigen, welche Mannschaft die stärkere ist. Die 64:36 Prozent dokumentierten zwischenzeitlich eine deutliche Überlegenheit, die auch durch den Führungstreffer belohnt wurde.

Dabei stolperte Sven Schipplock, einer von drei neuen Spieler, die der ehemalige TSG-Nachwuchstrainer Gisdol eingebaut hatte, den Ball in den Düsseldorfer Strafraum. Er landete bei Roberto Firmino, der nicht im Abseits stand, wie einige Düsseldorfer Vereteidiger vermuteten. Der Brasilianer schoss den Ball unter die Latte ins Tor der Fortuna. Anschließend aber lief Hoffenheim durch schlampige Abspiele und Fehler in der Verteidigung Gefahr, den Ausgleich zu kassieren. Aus den Lautsprechern ertönte wie zu früheren Krisenzeiten ein aufmunterndes „Auf geht’s“.

Als Düsseldorfs Kapitän Andreas Lambertz Hoffenheims Torwart Heurelho Gomes beim Gerangel um den Ball an dessen linker Hand traf, brauchte Hoffenheim einen neuen Keeper. Der verletzte Brasilianer wurde durch den Belgier Koen Casteels ersetzt. Gomes und Casteels waren auch vom neuen Trainer dem seit langem aus dem Kader gestrichenen Tim Wiese vorgezogen worden. Wiese saß wie unter Gisdols Vorgänger Marco Kurz auf der Tribüne. Nach dem Trainerwechsel hatte er sich durchaus Hoffnungen, auf eine Rückkehr ins Hoffenheimer Tor gemacht. Zumal Gomes als Favorit des gerade beurlaubten Marco Kurz galt.

Der eingewechselte Casteels hatte sofort gut zu tun. In der zweiten Hälfte war die Fortuna die aktivere Mannschaft und auf der Videotafel erschienen keine Werte mehr, die über die Verteilung des Ballbesitzes Auskunft gaben. Hoffenheim zitterte nun um seine Führung.

Kurioserweise gelangen Hoffenheim dennoch zwei Treffer. Erst köpfte der Düsseldorfer Kapitän Lambertz einen Eckball von Sejad Salihovic ins eigene Tor. Am Ende erhöhte Kevin Volland auf 3:0. „Wir wussten alle, dass es um mehr als nur drei Punkte ging“, sagte Sven Schipplock, „wir wollten an Augsburg dranbleiben und Düsseldorf noch mit reinziehen.“ Genau das ist Hoffenheim gelungen.

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