Hoffenheim - Nürnberg 2:2 : Hoffenheim ärgert sich

Lange sieht es so aus , als startet der Fast-Absteiger Hoffenheim mit einem klaren 2:0-Sieg in die Saison. Doch die Nürnberger gleichen innerhalb von drei Minuten aus. Doch im Mittelpunkt dürfte nach dem Spiel Schiedsrichter Kinhöfer stehen.

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Frust im Kraichgau: Hoffenheims Spieler lassen die Punkte liegen.
Frust im Kraichgau: Hoffenheims Spieler lassen die Punkte liegen.Foto: dpa

Bisher ist es den Vertretern der Bundesligaklubs noch zu teuer, in neue Technologien zu investieren, die helfen können, knifflige Torszenen zu entschlüsseln. Beim Confed-Cup 2013 und kommendes Jahr bei der WM in Brasilien wird es die Hilfe geben, die durch Sensoren in Latte und Pfosten ermöglicht zu entscheiden, ob der Ball hinter der Torlinie war oder nicht. Bis sich die Bundesligamacher zum Umdenken entschließen, werden Spiele wie das der TSG Hoffenheim gegen den 1. FC Nürnberg 2:2 (1:0) für kontroverse Diskussionen sorgen.

Der Aufreger des Spiels trug sich Ende der erste Hälfte zu. Kevin Volland, Mittelfeldspieler der Hoffenheimer, stand am linken Eck des Fünfmeterraumes, fast an der Grundlinie und lupfte den Ball über Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer hinweg. Der Ball schien die Linie entlang zu tanzen und kullerte auf der anderen Seite am Pfosten vorbei ins Aus. Sekunden später pfiff Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zur Pause, was sich als gravierende Fehlentscheidung herausstellte.

Vollands Kunstschuss hatte in der Mitte seiner Flugbahn klar die Linie überschritten, was weder Kinhöfer noch der zuständige Assistent Detlef Scheppe an der Seitenlinie sahen. Es wäre das 2:0 für Hoffenheim gewesen. Zur Pause jedenfalls war klar, es würde nach diesem kuriosen Vorfall erneute Diskussionen um neue Hilfsmittel zur Treffer-Ermittlung geben.

Die 1:0-Führung der TSG nach 34 Minuten erzielte Abwehrmann David Abraham, der zentral im Nürnberger Strafraum zum Kopfball kam. Für die Nürnberger traf Neuzugang Daniel Ginczek zwar auch den Pfosten, ansonsten waren die Franken aber lange Zeit das schwächere Team. Nach zehn Minuten ließ Volland die erste große Chance aus und schoss den Ball frei vor Schäfer neben das Tor. Sekunden vor Abrahams Führung lenkte Schäfer einen Kopfball von Jannik Vestergaard übers Tor.

Sechs Minuten waren in Hälfte zwei gespielt, als Hoffenheims Neueinkauf Modeste zum 2:0 traf. Der Zwei-Tore-Vorsprung hielt allerdings nur drei Minuten. Dann kam Mike Frantz zum Anschlusstreffer. Binnen weniger Sekunden war der Vorsprung vollends aufgebraucht, was die Aufmerksamkeit wiederum verstärkt auf den nicht anerkannten Treffer Vollands lenkte. Ginczek traf zum 2:2. Hoffenheim hatte ein 2:0 aus der Hand gegeben und verlor nun völlig seine Linie. Nürnberg hatte mehrere Möglichkeiten zur Führung, in den Schlussminuten vergaben aber auch die Hoffenheimer einige Möglichkeiten.

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