Hoffenheims Ex : Ibisevic trifft jetzt für Stuttgart

In der Hinrunde stürmte er noch für die TSG Hoffenheim, jetzt verhalf Vedad Ibisevic dem VfB Stuttgart zum 2:1-Sieg gegen seinen früheren Verein.

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Das 2:1 gegen den VfB Stuttgart ist eine herbe Niederlage für die Spieler von 1899 Hoffenheim - vor allem, weil der zweifache Torschütze früher ihr Teamkollege war. Foto: dpa
Das 2:1 gegen den VfB Stuttgart ist eine herbe Niederlage für die Spieler von 1899 Hoffenheim - vor allem, weil der zweifache...Foto: dpa

Die offenbar spannenste Frage des Spiel wurde bereits nach acht Minuten beantwortet. Jedenfalls hatte alle Welt vor der Partie gerätselt, ob Vedad Ibisevic jubeln werde, wenn ihm ein Tor gelingt. Das war eben nach acht Minuten und einem Paß von Khalid Boulahrouz der Fall. Ibisevic, erst in der Winterpause von 1899 Hoffenheim zum VfB Stuttgart gewechselt, lief zur Eckfahne und sprang jubelnd in die Luft. Ähnlich verhielt es sich beim 2:0 der Stuttgarter nach 43. Minuten. Boulahrouz flankte und Ibisevic kam zwischen den beiden Innenverteidigern zum Kopfball. Was auf dem Rasen der Rhein-Neckar-Arena passierte kam einem Albtraum gleich. Salopp formuliert, es war ein Albtraum mit dem Ex, der in seinen viereinhalb Jahren mit Hoffenheim in die Bundesliga aufstieg und in 92 Spielen 43 Tore schoss. Jetzt schießt sie der fünf Millionen Euro teure 27 Jahre alte Stürmer für Stuttgart. Im achten Spiel für den VfB waren es die Treffer drei und vier. Erst mit dem Anschlusstreffer von Sejad Salihovic in der 73. Minute kam wieder neue Spannung auf. Der Bosnier verwandelte nicht nur einen Foulelfmeter zum 2:1 (2:0), er sorgte für eine deutliche Belebung des Hoffenheimer Spiels. Nun hatten die Stuttgarter Glück, nicht mindestens den Ausgleichstreffer zu kassieren. Die Schwaben hatten ein sicher geglaubtes Spiel aus der Hand gegeben.

Am Ende blieb es bei der insgesamt bescheidenen Bilanz der Hoffenheimer gegen Stuttgart. In sieben Spielen gegen den VfB konnte Hoffenheim kein einziges Mal gewinnen. Diese schlechte Quote konnte auch Markus Babbel (immerhin Ex-Trainer des VfB Stuttgart) nicht drehen. Im Gegenteil, an diesem Abend wirkte Babbel lange ähnlich glücklos wie sein Vorgänger Holger Stanislawski, der gehen musste, weil die Erfolge ausblieben. Die Bilanz von Babbel steht nun bei drei Unentschieden, einem Sieg und zwei Niederlagen. Damit kann Hoffenheim kaum dem Mittelmaß entfliehen.

Scheinbar mühelos war Ibisevic durch die Hoffenheimer Innenverteidigung geschlüpft und hatte Tom Starke mit einem Schuß aus zehn Meter bei seiner Führung keine Chance gelassen. Kaum anders war es kurz vor der Pause. Wer Marvin Compper und Jannik Westergaard bei ihrer Abwehrarbeit zusah, konnte noch besser verstehen, warum Hoffenheim in München sieben Gegentore kassiert hatte. So viele waren es nach 45 Minuten gegen die Stuttgarter zwar nicht, aber der niederländische Nationalspieler Boulahrouz (20.) und der Bosnier Ibisevic (27.) besaßen weitere Chancen. Auch diesmal schienen Zweikämpfe zumindest in der erste Hälfte verboten. 

Erst nach der Pause entwickelte Hofffenheim mehr Elan und die Stuttgarter bekamen im Laufe des Spiels immer mehr Schwierigkeiten. Allein Peniel Mlapa hatte zwei gute Chancen in der 56. und 57. Minute. Auf der Gegenseite vergab Julian Schieber.

Der erste Einwechselspieler, der dann Spuren hinterließ war der zuvor für zwei Spiels aus disziplinarischen Gründen suspendierte Sejad Salihovic, der einen Foulelfmeter (73.) verwandelte, den Maza an Fabian Johnson gefoult hatte. Mit Salihovic drehte sich das Spiel zugunsten der Hoffenheimer. Im Duell gegen Stuttgart und Ibisevic aber reichte eine gute Hoffenheimer Hälfte und ein Salihovic in Spiellaune nicht.  

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