Sport : Hohe Erwartung, leeres Stadion

Hertha spielt heute im Uefa-Cup gegen Groclin Grodzisk

-

Berlin (sth). Die Zuschauer im Berliner Olympiastadion werden heute Abend einen Wettbewerb von internationaler Klasse geboten bekommen. Gegen 18.15 Uhr geht es los, dann treten auf der Tartanbahn zehn Starter aus sechs Ländern zur Internationalen VelotaxiMeisterschaft an. Rund um diesen Wettbewerb findet im Olympiastadion auch noch das Uefa-Cup-Spiel zwischen Hertha BSC und dem polnischen Vizemeister Groclin Grodzisk statt (17.30 Uhr, live im ZDF). Allzu viele Menschen werden die beiden Veranstaltungen allerdings nicht verfolgen. Wenn Herthas Manager Dieter Hoeneß von bisher 21 000 verkauften Karten für das Spiel gegen Grodzisk spricht, sind die 18 000 Dauerkarten bereits einberechnet, deren Besitzer heute freien Eintritt haben. Erfahrungsgemäß nutzt jedoch nur ein kleiner Teil von ihnen das Gratisangebot.

Es wird wohl wieder ziemlich leer werden im riesigen Olympiastadion, wenn die Hertha ihr Erstrundenspiel im Europacup bestreitet. Unter anderem liegt das am Gegner, der laut Hoeneß „auf der europäischen Landkarte nicht so bekannt ist“. Er könne aber „nur davor warnen, zu glauben, dass man das mit links macht“. Die Fans der Hertha lassen sich von solchen Warnungen traditionell nicht beirren. In einer Umfrage auf der Homepage des Vereins votierten 40 Prozent dafür, dass Hertha das Spiel überlegen gewinnt. „Das wird nicht so einfach“, sagt Trainer Huub Stevens. Grodzisk habe eine gute Mannschaft. Stevens muss wie am Wochenende in Bochum auf den an der Schulter verletzten Nationalspieler Marko Rehmer verzichten. Außerdem fehlt Pal Dardai, der wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem letzten Uefa-Cup-Spiel in Porto noch gesperrt ist.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben