Holger Badstuber im Interview : „Natürlich bin ich wichtig“

Holger Badstuber über seinen Stellenwert in der Nationalelf, seinen Partner in der Verteidigung und die Diagonalbälle, die Joachim Löw nicht mag.

Stefan Hermanns
Holger Badstuber, 23, debütierte am 29. Mai 2010 in Budapest im Vorfeld der WM 2010 in der Deutschen A-Nationalmannschaft.
Holger Badstuber, 23, debütierte am 29. Mai 2010 in Budapest im Vorfeld der WM 2010 in der Deutschen A-Nationalmannschaft.Foto: dpa

Herr Badstuber, fällt Ihnen auf Anhieb jemand aus der Nationalmannschaft ein, der ehrgeiziger ist als Sie?
Wir haben allgemein ein sehr ehrgeiziges Team. Das ist auch gut so. Man muss immer hungrig bleiben, wenn man was gewinnen will.

Aber Sie sind schon besonders ehrgeizig?

Ich bin’s, ja. Ich haue mich in jedem Training rein. Aber Manuel Neuer ist genauso, obwohl ihn viele schon jetzt für den besten Torhüter der Welt halten. Das gefällt mir. Von nichts kommt nichts.

Vor kurzem haben sich Thomas Müller und Toni Kroos im Training einen Spaß daraus gemacht, Ihre Spieleröffnung regelrecht zu sabotieren. Man konnte förmlich spüren, wie Sie immer wütender wurden.

Ich will immer gewinnen, egal ob im Spiel oder im Training. Scherze sind da nicht so angesagt.

Haben Sie das bei den Bayern gelernt?

Bei Bayern ist man es, sagen wir mal, einfach gewohnt zu gewinnen. Niederlagen sind da nicht unbedingt erwünscht und auch nicht so leicht zu akzeptieren. Aber das hat schon immer in mir gesteckt.

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Fans bei der EM 2012
Eine Seefahrt, die ist lustig - eine Seefahrt, die ist toll. Und im Stadion zu sein macht offensichtlich auch Spaß.Weitere Bilder anzeigen
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08.06.2012 19:32Eine Seefahrt, die ist lustig - eine Seefahrt, die ist toll. Und im Stadion zu sein macht offensichtlich auch Spaß.

Hollands früherer Nationaltrainer Marco van Basten hat in einem Interview gesagt: „Badstuber ist für mich kein zentraler Mann, weil er nicht genug Persönlichkeit mitbringt.“

Was soll ich dazu sagen? Soll er mal den Arjen Robben fragen, wie der mich sieht.

Ärgert Sie die Aussage?

Ich werde deswegen nicht wütend, aber es spornt mich schon an, das Gegenteil zu beweisen. Andererseits weiß ich auch, dass ich in dieser Saison einen großen Schritt nach vorne getan habe. Deswegen mache ich mir da nicht allzu viele Gedanken.

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