Sport : Holprig statt elegant

FC Bayern spielt nur 2:2 beim FC Aberdeen

Aberdeen - Der lädierte Rasen im Pittodrie Stadium von Aberdeen lud gestern nicht zum Fußballspielen ein. Der FC Bayern München musste trotzdem auflaufen und erledigte sich seiner Aufgabe beim schottischen Erstligisten FC Aberdeen eher holprig als elegant. Der favorisierte Bundesligist kam zu einem 2:2 (1:2) im Hinspiel der Zwischenrunde des Uefa-Cups. Das Tor zum 2:2 für die im Spiel deutlich überlegenen Münchner erzielte Hamit Altintop mit einem im Nachschuss, nachdem sein Handelfmeter zunächst abgewehrt worden war. Mit diesem Resultat sollte den Bayern im Rückspiel am 21. Februar in München der Einzug ins Achtelfinale gelingen.

20 047 Zuschauer sahen ein Spiel auf ein Tor. Beim FC Aberdeen setzte sich die ersatzgeschwächte Mannschaft – sieben Spieler fehlten – ausschließlich aus Briten zusammen. So etwas ist auf der Insel eher ungewöhnlich. Auch kurios war, dass zwei Engländer – beide erst 18 Jahre alt – die Tore für die Schotten schossen: Josh Walker und Sone Aluko.

Für den grippekranken Oliver Kahn stand bei Bayern Michael Rensing im Tor. Marcell Jansen hatte nach drei Monaten Pause wegen einer Sprunggelenksverletzung sein Comeback. Bastian Schweinsteiger erhielt eine weitere Chance auf der Position des verletzten Franck Ribéry. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit war von schottischen Angriffen wenig zu sehen, umso überraschender fiel der Führungstreffer. Walkers angeschnittener Schuss aus 20 Metern schlug im rechten unteren Eck ein. Bayern antwortete: Klose erzielte seinen vierten Europapokaltreffer der Saison. Doch die Schotten gingen erneut in Führung: Lee Miller ließ Bayern-Profi Martin Demichelis schlecht aussehen, Millers Pass verwertete Aluko zum 2:1 für Aberdeen. In der zweiten Halbzeit wurde Bayern dann noch stärker. Als Alan Maybury nach einer Hereingabe von Ze Roberto der Ball unglücklich an den Arm sprang, gab es Elfmeter. Altintop scheiterte mit seinem schwach geschossenen Strafstoß zunächst an Torhüter Langfield, staubte dann aber zum 2:2 ab. Mehr passierte nicht mehr. Ottmar Hitzfeld nahm es gelassen. „Es ist ganz normal, wenn man international spielt, dass auch Aberdeen über sich hinauswachsen kann“, sagte Bayerns Trainer. „Früher war ein 2:2 auswärts im Europapokal wie ein Sieg.“ Tsp

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