Sport : Homosexueller Fußballer plant Comeback

Berlin - Robbie Rogers steht nach seinem Outing anscheinend vor einem Comeback in der nordamerikanischen Fußball-Liga MLS. Wie die Zeitung „USA Today“ berichtete, ist sich der Sportler mit Los Angeles Galaxy einig. Rogers hatte sich im Februar als homosexuell geoutet und zugleich seine aktive Karriere im Alter von nur 25 Jahren für beendet erklärt. Nun änderte er offenbar seine Meinung – er wäre der erste bekennende Homosexuelle in der Major League Soccer MLS. Außerdem hat er sich auch die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zum Ziel gesetzt.

Als er ein Video von sich als aktiver Spieler sah, habe er gemerkt, „dass ich das einfach vermisse“, erzählte Rogers. „Dann habe ich Bruce Arena, dem Trainer von Los Angeles Galaxy, eine E-Mail geschrieben und gefragt, ob ich mittrainieren darf.“ Der Mittelfeldspieler, der vor seinem Rücktritt in England bei Leeds United unter Vertrag stand und an den Drittligisten FC Stevenage ausgeliehen war, habe inzwischen schon einige Wochen mit dem früheren Klub von David Beckham trainiert, meldete „USA Today“. Eine Vertragsbestätigung gab es von Vereinsseite zunächst nicht, Los Angeles Galaxy hatte aber dazu eine Pressekonferenz angesetzt.

Rogers sagte der Zeitung außerdem, dass er auch im Nationalteam von Coach Jürgen Klinsmann in Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Brasilien wieder eine Rolle spielen wolle. „Ich war so kurz davor, die WM 2010 zu spielen. Jetzt will ich bei der nächsten dabei sein.“ Bis vor seinem Rücktritt war Rogers achtzehn Mal für die USA aufgelaufen. Kurz vor der WM in Südafrika wurde er von dem damaligen Nationaltrainer Bob Bradley aus dem Aufgebot gestrichen. Sein letztes Länderspiel absolvierte Rogers am 15. November 2011, beim Freundschaftsspiel gegen Slowenien. dpa

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