Sport : Hongkong-Cup: 500 000 Mark für deutsche Galopper

Ingo Wolff

Andreas Schütz schaute zufrieden auf die Hochhaus-Skyline hinter der Galopprennbahn Shatin in Hongkong. Der deutsche Trainer hatte gerade eine erste Bilanz nach dem Internationalen Renntag 2000 gezogen und festgestellt, dass seine drei deutschen Schützlinge umgerechnet 500 000 Mark mit nach Hause nehmen. Das ist zwar weniger als insgeheim erhofft, aber mehr als die internationale Galoppsportszene den beiden deutschen Startern im Hongkong-Cup, Samum und Elle Danzig, sowie Caitano im Hongkong-Vase-Rennen zugetraut hatten. Der mit vier Millionen Mark dotierte Cup war die Finalstation einer elf Rennen umfassenden Weltmeisterschaftsserie, den der US-amerikanische Hengst Fantastic Light mit Starjockey Frankie Dettorie gewann. Er sicherte sich so auch die Weltmeisterschaft der Galopper. Nur Samum hätte ihn mit einem Sieg noch gefährden können. Doch der deutsche Championjockey Andrasch Starke lief ein taktisch schlechtes Rennen und wurde nur Sechster. Besser lief es für die Stute Elle Danzig, die mit Darryll Holland direkt vor Samum als Fünfte ins Ziel kam und damit über den Erwartungen lag. Caitano wurde mit Starke Dritter im Hongkong-Vase-Rennen, einem von vier internationelen Rennen mit jeweils mehr als einer Million Mark Dotierung.

Bemerkenswert war die Gesamtzahl der deutschen Starter bei einem der größten Renntage der Welt. Insgesamt waren sechs Pferden aus deutschen Ställen nach Hongkong gereist und vor rund 70 000 Zuschauern an den Start gegangen - mehr als jemals zuvor. Noch aber bestimmen die amerikanischen und australischen Pferde die internationale Szene.

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