Hoppegarten : Top-Jockey Minarik: Acht Mal im Sattel

Am Ostersonntag ist Saisonauftakt auf der Rennbahn in Hoppegarten. Filip Minarik ist dabei im Dauereinsatz.

Katja Reimann

Berlin - Der eine hat im Sattel schon mehr als 1000 Siege erreicht, der andere steht mit seinen 21 Jahren noch am Anfang einer hoffnungsvollen Karriere. Altmeister Viktor Schulepow und Nachwuchstalent René Piechulek – zum Saisonauftakt auf der Rennbahn in Hoppegarten am Ostersonntag (Beginn 13.15 Uhr, erster Start 14.15 Uhr) sind beide Jockeys gleich mehrmals am Start. Filip Minarik, der deutsche Jockey-Champion aus dem Jahr 2005, sitzt gar in jedem einzelnen der Rennen am Sonntag im Sattel. Für Minarik heißt das: acht Mal ab in die Startbox, einmal sogar auf einem der erklärten Favoriten – dem dreijährigen Hengst und Derby-Kandidaten Asian Tiger. Und für alle anderen bedeutet dies: Die Konkurrenz auf dem Turf ist nicht zu verachten.

„Insgesamt werden am Sonntag 66 Pferde am Start sein“, sagt Hartmut Faust, der die Rennen kommentieren wird. Gut ein Drittel der Tiere werde vor Ort trainiert. So auch der junge Hengst, der Asian Tiger unter Filip Minarik den Sieg im fünften Rennen des Tages streitig machen soll. Vincento heißt der Dreijährige, den der hiesige Trainer Roland Dzubasz in Form gebracht hat. Dass Dzubasz dabei in den vergangenen Wochen vielleicht nicht immer beste Trainingsvoraussetzungen hatte, weil die Bollensdorfer Trainierbahn gründlich restauriert wurde und zeitweise nur eingeschränkt nutzbar war, sieht Hartmut Faust locker: So seien die Hoppegartener Pferde eben etwas später in Schwung gekommen, sagt er. Nun jedenfalls habe man eine schöne neue Bahn.

Und der Urheber der umfangreichen Renovierungsarbeiten, Rennbahneigner Gerhard Schöningh, wird am Ostersonntag als „Turfpersönlichkeit des Jahres 2008“ ausgezeichnet. Auch 2009 will der ehemalige Fondsmanager, der das Gelände vor rund einem Jahr erstand, noch große Summen investieren. Sein Ziel sei, verbreitete Schöningh kürzlich bei der Jahrespressekonferenz, Hoppegarten „langfristig zur führenden Galopprennbahn Deutschlands“ zu machen. Mit fast 600 000 Euro für Rennpreise, Besitzer- und Züchterprämien sollen 2009 besonders viele gute Pferde und Jockeys angelockt werden. Die Starterliste zum Auftakt dieser Saison ist da vielleicht ein kleiner Vorgeschmack.

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