HSV : Beiersdorfer hält an Doll fest

Dietmar Beiersdorfer hat dem Vorstand des Hamburger SV ein Konzept vorgestellt, wie der drohende Abstieg verhindert werden soll. Der Sportdirektor hält demnach zu Trainer Thomas Doll.

Hamburg - Der Bundesliga-Vorletzte Hamburger SV hält möglicherweise trotz des Misserfolgs an seinem Trainer Thomas Doll fest. Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer stellte in einem Hotel in der Hamburger Innenstadt den drei weiteren Mitgliedern des Vorstandes ein umfassendes Arbeitskonzept vor. Dieses vom HSV-Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann eingeforderte Konzept sieht vor, dass Doll weiterhin Cheftrainer bleibt.

Darüber hinaus soll die Mannschaft mit einem neuen Torwart - Wunschkandidat ist Frank Rost von Schalke 04 - sowie mit einem Verteidiger und einem Stürmer zur Rückrunde verstärkt werden. Zudem beinhaltet das Konzept personelle Veränderungen im unmittelbaren Umfeld der Bundesliga-Mannschaft, also etwa im Trainer- und Betreuerstab sowie im Ärzteteam. Personelle Veränderungen könnte es auch im Mannschaftsrat geben, berichtet die Zeitung "Die Welt".

Hoffmann entscheidet

Die Vorstandsentscheidung, ob Doll die Mannschaft beim Trainingsauftakt am 27. Dezember noch betreut, wird möglicherweise erst in den nächsten Tagen fallen. Nach nur einem Sieg in der Hinrunde der Fußball-Bundesliga und vier Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz hatte Hoffmann angekündigt, "jeden Stein umdrehen zu wollen". Der 43-Jährige gilt im Vorstand, dem neben Beiersdorfer noch Marketing-Chefin Katja Kraus und der für Fan-Belange zuständige Christian Reichert angehören, als größter Kritiker von Doll. Nach Informationen des Radiosenders NDR 90,3 soll auch Bielefelds Coach Thomas von Heesen hoch im Kurs stehen.

Es ist damit zu rechnen, dass der HSV bis Mittwoch eine Entscheidung fällt, weil dann der zwölfköpfige Aufsichtsrat zu einer Sitzung zusammenkommt. Aufsichtsratsmitglied Willi Schulz hatte zuletzt nicht nur die Ablösung von Doll, sondern auch von Beiersdorfer gefordert. Angeblich soll Rolf Rüssmann, ehemaliger Manager bei Borussia Mönchengladbach, als Nachfolger von Beiersdorfer bereit stehen. (Von Britta Körber, dpa)

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