Sport : HSV: Fukal bricht den Rekord

Am Ende wurde das monatelange Liebeswerben aus dem Westen erhöhrt - die Mitgift war einfach zu gut. Fußball-Bundesligist Hamburger SV wird den tschechischen Nationalspieler Milan Fukal verpflichten. Das bestätigte der Vorstands-Vorsitzende Werner Hackmann: "Wir sind uns mit Verein und Spieler einig. Am Montag wollen wir den Transfer perfekt machen." Der 25-Jährige vom Tschechischen Meister Sparta Prag wird bei den Hanseaten einen Vier-Jahres-Vertrag bis 30. Juni 2004 unterschreiben.

Trainer Frank Pagelsdorf hatte seit über einem halben Jahr ein Auge auf den Verteidiger geworfen. Aber Fukal sträubte sich lange gegen den Umzug die Moldau abwärts. Der vom HSV angestrebte Transfer schon vor der laufenden Saison kam dadurch nicht zustande. Fukal wollte erst die Geburt seiner jetzt zwei Wochen alten Tochter abwarten und seinem Klub in den Qualifikationsspielen zur Champions League beistehen. "Wir Spieler werden bei Transfers zuletzt gefragt. Aber der Fußball ist eben ein großes Geschäft", sagte der 25-Jährige.

Jetzt also wird er mit der Bürde nach Hamburg kommen, der teuerste Spieler in der 113-jährigen Geschichte des Traditionsklubs zu sein. Die Ablöse soll bei sieben Millionen Mark liegen. Bisheriger Rekordmann war der Ex-Gladbacher Marcel Ketelaer, der 5, 5 Millionen Mark gekostet hatte. Fukal hat acht A-Länderspiele für Tschechien bestritten und war EM-Teilnehmer in den Niederlanden und Belgien.

"Er ist ein Spieler, der uns in der Abwehr sofort helfen kann", urteilt Pagelsdorf über die Qualitäten des 1,88 Meter langen Abwehrspielers, der in den letzten zwei Jahren in Tschechiens Liga 18 Tore erzielte. Nach dem kurzfristigen Verkauf des Dänen Thomas Gravesen für 8,5 Millionen Mark zum FC Everton und dem Einzug in die Champions League gab es erhöhten Handlungsbedarf an der Elbe. "Er hat ein gutes Kopfballspiel und ist sehr schnell", sagte Sportchef Holger Hieronymus über den Zugang.

Hieronymus verstärkte sein Bemühen um Fukal nach den Qualifikationsspielen zur Champions League. Am Mittwoch bereits reiste er nach Prag, zur Einigung mit den Vertretern von Sparta ist es am Rande der Auslosung zur Champions League am Freitag gekommen.

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