Sport : HSV im Finale, Wolfsburg blamiert UI-Cup: Hamburg trifft im Endspiel auf Valencia

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Hamburg/Lens Benjamin Lauth wird heute gerade einmal 24 Jahre alt. Dennoch sprach der Stürmer des Hamburger SV gestern bereits von seinem „dritten Comeback“. Zu oft war Lauth in seiner noch kurzen Karriere verletzt, als dass er jetzt allzu euphorisch in die Zukunft blicken würde. Dabei gab es gestern für ihn einiges zu feiern: Das 3:0 (1:0) des HSV gegen Sigma Olmütz war Lauths erstes Spiel von Beginn an seit dem 2. April. Und dann schoss der zuletzt von einem Fußbruch genesene Lauth selbst gestern auch noch zwei Tore. Nach dem 1:0 im Hinspiel steht der HSV im Finale des UI-Cups gegen den FC Valencia und darf sich Hoffnungen auf die Teilnahme am Uefa-Cup machen. Das Final-Hinspiel findet am Dienstag in Hamburg statt. Die Entscheidung fällt dann zwei Wochen später in Spanien. Der VfL Wolfsburg dagegen schied mit einem 0:4 (0:1) beim RC Lens in Frankreich aus.

Lauth gelang das schönste Tor an diesem Abend in der AOL-Arena: mit einem Lupfer und einem anschließenden Heber ließ er nach einer halben Stunde Spielzeit die gesamte Olmützer Abwehr samt Torwart aussteigen. „Er hat bewiesen, dass er auch außergewöhnliche Tore schießen kann“, schwärmte Hamburgs Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer später. Nach einem Treffer des neuen HSV-Stars Rafael van der Vaart nach einer knappen Stunde gelang Lauth kurz vor Schluss sogar noch das 3:0. „Ich habe gezeigt, dass ich bereit bin“, sagte Lauth bescheiden. Ist die WM wieder eine Perspektive für ihn? „Wenn ich in Hamburg gut spiele, dann kommt das ganz von alleine“, sagte der fünfmalige Nationalspieler.

Beim VfL Wolfsburg gibt es in diesem Jahr dagegen keine internationale Perspektive mehr. Der Klub scheiterte auch im fünften Anlauf im UI-Cup. „Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff war das Spiel entschieden. Danach hatten wir keine Chance mehr“, sagte Wolfsburgs Trainer Holger Fach enttäuscht. Aruna Dindane, Seydou Keita und zwei Mal Issam Jemaa erzielten die Treffer für die Gastgeber, die in den beiden Endspielen nunmehr auf CFR Cluj aus Rumänien treffen.kad/dpa

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