HSV - Mainz 1:0 : HSV beendet Schwächephase

Der Hamburger SV hat sich nach dem missglückten Rückrundenstart mit der Niederlage gegen Hannover rehabilitiert. Die Norddeutschen schlugen Mainz 05 mit 1:0 (1:0).

Hamburg - Der Hamburger SV hat sich für den verpatzten Rückrundenstart rehabilitiert. Der bisherige Tabellendritte der Fußball-Bundesliga bezwang am Samstag den FSV Mainz 05 mit 1:0 (1:0) und untermauerte damit seine Anwartschaft auf einen Champions-League- Startplatz. Mehdi Mahdavikia (6.) erzielte vor 52 081 Zuschauern in der AOL-Arena das einzige Tor für die Gastgeber, die nun wieder auf Platz zwei vorrückten. Die Mainzer bestätigten unterdessen ihre Rolle als harmloseste Auswärtsmannschaft der Liga: Im zehnten Spiel auf fremdem Terrain gab es bei lediglich einem Sieg die achte Niederlage.

HSV-Trainer Thomas Doll hatte von seinem Team mehr Leidenschaft, Biss und Kampfbereitschaft gefordert («Wir müssen wieder die Kurve kriegen») und deshalb den Profis in mehreren Ansprachen ins Gewissen geredet. Denn nach zwei Niederlagen in den ersten drei Spielen waren die in der Tabelle zwischenzeitlich von Werder Bremen überholten Hamburger Gefahr gelaufen, weiter an Boden zu verlieren.

Die Generalkritik hatte zumindest für die ersten 15 Minuten in der Partie gegen Mainz Wirkung hinterlassen. Mit druckvollem und schnellem Kombinationsspiel attackierten die Platzherren den Strafraum der Gäste und hatten schon nach sechs Minuten Erfolg, als Mahdavikia mehrere Mainzer umkurvte und aus Nahdistanz am überraschten Ersatzschlussmann Christian Wetklo vorbei zum 1:0 vollendete. Es war bereits der fünfte Saisontreffer des Iraners.

Nach stürmischer Eröffnungs-Viertelstunde schalteten die Hamburger überraschend einen Gang zurück und langweilten die Zuschauer mit müdem Querpassspiel. Vor dem Strafraum waren die Norddeutschen mit ihrem Latein meist am Ende. Gegen die resolute Abwehrreihe der Mainzer fehlte den Gastgebern Durchsetzungsvermögen und Präzision. Auch der achtfache Torschütze Sergej Barbarez fand kein Mittel. Erneut blass blieb Ex-Nationalspieler Benjamin Lauth, der den wegen eines Kieferbruches für sechs bis acht Wochen pausierenden Hoffnungsträger Ailton vertrat. Bei seiner größten Möglichkeit säbelte er aus kurzer Distanz über den Ball (60.).

Die zuletzt nicht immer sattelfeste HSV-Abwehr erwies sich diesmal als sicherer Rückhalt. Raphael Wicky war auf die zentrale Defensivposition im Mittelfeld zurückgekehrt, Neuerwerbung Nigel de Jong musste ins rechte Mittelfeld ausweichen und hielt sich weitgehend zurück. Allerdings stellten die Mainzer, die ohne Stammtorhüter Dimo Wache, Fabian Gerber und Petr Ruman auskommen mussten, die Gastgeber auch nicht vor größere Probleme. Die einzige Chance der Rheinhessen in der ersten Halbzeit vergab Milorad Pekovic (37.), der den Ball aus zwölf Metern freistehend über das Tor schoss.

Im zweiten Durchgang zogen die Gastgeber noch einmal das Tempo an und kreuzten auch mehrfach vorm Mainzer Gehäuse auf. Doch der Ball kam nur selten bis zu Schlussmann Wetklo. Lediglich der eingewechselte Naohiro Takahara brachte das Leder im Tor unter, doch der Treffer zählte nicht, weil der Japaner Wetklo bedrängt hatte. (tso/dpa)

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