HSV : Niederlage gegen Angstgegner Dortmund

Der Hamburger SV ist auf seinem Weg in die Champions League ins Stolpern geraten. Gegen Borussia Dortmund verloren die Hanseaten am Samstag in der Fußball- Bundesliga mit 2:4.

Hamburg - Der HSV wartet nunmehr seit knapp neun Jahren auf einen Sieg gegen die Westfalen vor heimischem Publikum. Ebi Smolarek (25.) hatte die Gäste vor 56 000 Zuschauern in der ausverkauften AOL-Arena mit seinem 13. Saisontor in Führung gebracht, Benjamin Lauth glich per Kopf (35.) aus. Nach dem Seitenwechsel erzielte Ailton sein erstes Tor im HSV-Dress (67.), doch nur eine Minute später sorgte Tomas Rosicky für den Ausgleich. Florian Kringe (83.) und erneut Rosicky in der Nachspielzeit erhöhten auf 4:2.

Die Hamburger, deren Vorsprung auf den Dritten Schalke 04 auf vier Punkte schmolz, hatten es mit einem enorm starken BVB zu tun. Die auswärtsschwachen Dortmunder, die erst einen Erfolg auf des Gegners Platz in dieser Saison vorweisen konnten, beeindruckten die Gastgeber mit aggressivem Spiel, ließen den Hamburgern kaum Raum zur Entfaltung und eroberten sich optische Vorteile in der ersten Halbzeit.

Die Partie spielte sich zunächst mit rassigen Zweikämpfen zwischen den Toren ab, Strafraum-Aktionen waren Mangelware. Einen Schuss von Delron Buckley ließ HSV-Schlussmann Kirschstein abprallen (7.) und sorgte damit für die einzige gefährliche Aktion in der ersten 25 Minuten auf beiden Seiten. Bei der Führung der Dortmunder durch Smolarek leistete HSV-Linksverteidiger Rene Klingbeil, der den gesperrten Thimothee Atouba sowie dessen verletzten Ersatz Guy Demel vertrat, mit einem Stellungsfehler Schützenhilfe. Den ersten Torschuss der Hamburger gab Sergej Barbarez in der 28. Minute ab.

Torschütze vom Dienst bei den Hamburgern ist derzeit Benjamin Lauth. Nach Vorarbeit von Barbarez und Klingbeil köpfte der 24- Jährige den Ball unhaltbar für den nach dreiwöchiger Verletzungspause ins Tor zurückgekehrte Roman Weidenfeller ins rechte Eck. Es war bereits Lauths vierter Treffer in Serie.

Im zweiten Abschnitt lieferten beide Teams in dem sehenswerten und temporeichen Spiel Torszenen en masse. In ein Tollhaus verwandelte sich die prall gefüllte Arena, als der sechs Minuten zuvor eingewechselte Ailton zum 2:1 traf. Der Torjubel im weiten Rund war noch nicht verhallt, da stand es bereits 2:2 durch einen Volley- Schuss von Rosicky, dessen Wechsel zu Atletico Madrid sich immer mehr abzeichnet. Schließlich brachte Kringe mit einem kapitalen Distanzschuss in den Winkel die Westfalen auf die Siegerstraße. Als der HSV in den letzten Minuten alles verzweifelt nach vorn warf, schloss Rosicky einen Konter auf das leere Tor mit dem 4:2 ab. (Von Franko Koitzsch, dpa)

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