Sport : HSV-Spielmachervan der Vaart fällt zwei Monate aus

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Hamburg – Die Kernspintomograhie weckte noch Hoffnung. Bei Rafael van der Vaart, dem Spielmacher des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV, hatten die Ärzte eine Überdehnung der Bänder festgestellt, nichts allzu gravierendes also. Doch Gerold Schwartz, der Mannschaftsarzt des HSV, wollte auf Nummer sicher gehen. „Wir werden uns auch noch den Knochen angucken“, sagte Schwartz. Gesagt, getan. Und wenige Stunden nach der ersten Diagnose folgte die zweite – eine weitaus schlimmere: Van der Vaart hat sich beim Spiel am Samstag gegen den 1. FC Köln (3:1) einen Innenknöchelbruch im linken Fuß zugezogen. Er wird rund zwei Monate pausieren müssen, fällt somit auch für das Bundesliga-Heimspiel am Sonnabend gegen Hertha BSC aus.

Als „unglaublich ärgerlich“ bewertete van der Vaart in einer ersten Reaktion die Verletzung. „Ich bin sehr traurig, bislang lief doch alles so gut bei mir.“ Der Holländer hatte sich die Verletzung gegen Köln bereits in der 13. Minute zugezogen, als er mit einer Grätsche gegen Björn Schlicke den Ball erobern wollte. Van der Vaart versuchte zwar noch weiterzuspielen, humpelte dann aber drei Minuten später mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz. Alexander Laas ersetzte ihn.

„Bis Rafael wieder fit ist, müssen jetzt andere für ihn die Bresche springen“, sagte HSV-Trainer Thomas Doll. Die Hamburger leiden derzeit ohnehin unter einem hohen Krankenstand. Gegen Köln fehlten bereits die sonstigen Stammspieler Khalid Boulahrouz, Raphael Wicky und Torhüter Stefan Wächter wegen Verletzungen. Im nächsten Spiel gegen Hertha ist zudem David Jarolim nach fünf Gelben Karten gesperrt. kad

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