Sport : HSV-Trainer Doll: „Wir dürfen nicht zu gierig werden“

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Dortmund Erst beim Pizzaessen im Bus auf der Heimfahrt nach Hamburg stieg die Laune. Nur langsam freundeten sich die HSV-Profis mit dem 1:1 (0:0) bei Borussia Dortmund an. Vor allem Sergej Barbarez leistete Überzeugungsarbeit, um seine enttäuschten Mitspieler aufzuheitern. Für die betretene Stille in der Kabine unmittelbar nach dem Abpfiff eines insgesamt guten Fußballspiels hatte der Angreifer wenig Verständnis: „Wir dürfen nicht glauben, dass wir alle 17 Auswärtsspiele der Saison gewinnen können. Mit einem Unentschieden in Dortmund lässt sich gut leben.“

Der große Erfolgshunger seiner Profis spricht für die Arbeit von Thomas Doll. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach seinem Debüt auf der Hamburger Trainerbank an gleicher Stätte sind die Zeiten leistungsmindernder Genügsamkeit in Hamburg endgültig vorbei. Doll wertete denn auch den anfänglichen Frust seiner Spieler als „prinzipiell gutes Zeichen“, warnte aber wie Barbarez vor einer zu negativen Sicht der Dinge: „Wir dürfen nicht zu gierig werden.“ Schon am Mittwoch dürfen sich die HSV-Fußballer wieder beweisen: Mit einem Sieg im Pokalspiel gegen Leverkusen soll der beachtliche Saisonverlauf veredelt werden. dpa

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