Sport : HSV - Werder: Bremen im Kopf und nicht Turin

Der teuerste Einkauf in der Vereinsgeschichte des Hamburger SV will ganz schnell zeigen, dass er jeden Pfennig wert ist. Nur drei Tage nach seiner Ankunft in der Hansestadt könnte Milan Fukal in der Abwehr des HSV schon im Nord-Derby der Bundesliga gegen Werder Bremen die Fäden ziehen. Der für 5,7 Millionen Mark von Sparta Prag gekommene Fußball-Profi hat im Training bereits einen guten Eindruck hinterlassen. "Einem Einsatz steht nichts im Wege", befand Trainer Frank Pagelsdorf. Allerdings legte sich der Übungsleiter vor dem heutigen Bundesliga-Spiel (18.15 Uhr/live auf Premiere World) noch nicht definitiv auf den Neuzugang aus Tschechien fest.

"Ich hatte ein gutes Gefühl. Das sind hier alles sehr gute Fußballer und freundliche Jungs", sagte Fukal, der auf sein Debüt gegen Werder hofft. Der 25-Jährige, der für den HSV in der Champions League noch nicht spielberechtigt ist, soll die in der Bundesliga schwache Abwehr des HSV stabilisieren. Denn in den ersten beiden Begegnungen gegen den TSV 1860 München und dann bei Hertha BSC kassierte der HSV immerhin sechs Tore und gewann nur einen Punkt. Nach dem verpatzten Auftakt ist das Spiel gegen Werder richtungs weisend für den Champions-League-Debütanten.

Der HSV, der am nächsten Mittwoch in der europäischen Königsklasse im Premierenspiel auf Juventus Turin trifft, droht im Fußball-Alltag den Anschluss zu verpassen. "Wir haben alle Bremen und nicht Turin im Kopf", sagte Pagelsdorf denn auch und hofft vor dem Auswärtsspiel am Samstag beim Aufsteiger VfL Bochum auf den ersten Bundesliga-Sieg.

Die Bremer, die mit einem Erfolg über Cottbus starteten und dann beim TSV 1860 eine Niederlage einstecken mussten, stehen ebenfalls unter Druck: Seit zehn Auswärtsspielen in der Bundesliga ist Werder sieglos. "Diese Negativserie wollen wir beim HSV beenden. Meine Mannschaft ist Außenseiter, und diese Rolle liegt ihr viel besser", meinte Trainer Thomas Schaaf, der bei der Aufstellung aus dem Vollen schöpfen kann.

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