• Huber behält die Nerven - Nach dem Sieg über Serna wartet Coetzer im Viertelfinale

Sport : Huber behält die Nerven - Nach dem Sieg über Serna wartet Coetzer im Viertelfinale

Anke Huber und Martina Hingis bleiben den 93. German Open der Tennisspielerinnen in Berlin erhalten und lassen die Fans weiter auf das Traumfinale hoffen. Dabei tat sich vor allem die Weltranglistenerste Martina Hingis auf dem glühend heißen Centrecourt der idyllischen Anlage am Berliner Hundekehlesee überraschend schwer. Die 19 Jahre alte Titelverteidigerin zeigte beim 7:6 (7:3), 6:3-Sieg gegen Silvija Talaja aus Kroatien Konzentrationsmängel und machte viele leichte Fehler.

Auch Anke Huber strapazierte beim 6:2, 6:7 (6:8), 6:4 gegen die Spanierin Magui Serna die Nerven aller Beteiligten, landete jedoch im 14. Match in Folge auf Asche in dieser Saison bereits ihren 13. Sieg. "Ich hätte es mir wirklich ein bisschen einfacher machen können", gab Anke Huber anschließend zu: "Aber ich liebe es, solche engen Matches zu gewinnen. Da schöpft man das meiste Selbstvertrauen draus." Die Aufgabe gegen die nächste Gegnerin, die Südafrikanerin Amanda Coetzer, sei schwer, aber lösbar: "Hauptsache, ich spiele gut." Amanda Coetzer hatte sich im Achtelfinale überraschend deutlich mit 6:2, 6:2 gegen die an Nummer vier gesetzte Französin Julie Halard-Decugis durchgesetzt.

Wie Anke Huber hatte auch Martina Hingis über weite Strecken ihrer Achtelfinalpartie das Gefühl, gegen sich selbst zu spielen. Die Siegerin von Hamburg wehrte im ersten Durchgang, der alleine 55 Minuten dauerte, zwei Satzbälle der couragiert spielenden Kroatin ab. "Hoffentlich war das der eine schwächere Auftritt, den man in jedem Turnier hat", sagte eine sichtlich unzufriedene Martina Hingis.

Neben ihrer Viertelfinalgegnerin Sandrine Testud aus Frankreich, die mit 7:6 (7:0), 6:2 gegen Denisa Chladkova aus Tschechien die Oberhand behielt, schätzt Hingis die zuletzt immer stärker aufspielende Anke Huber als schärfste Konkurrentin ein. "Von Anke kann man immer was Gutes erwarten", sagte die Schweizerin. Vor einer Woche hatten sich beide im Halbfinale des Turniers von Hamburg gegenüber gestanden. Damals gewann Martina Hingis. Vor ihrem Viertelfinalspiel gegen Testud spricht alleine die Statistik eine deutliche Sprache. Bei neun Begegnungen der beiden verließ Hingis den Platz immer als Siegerin. In Berlin findet allerdings die erste Auseinadersetzung auf Sand statt.

Ebenfalls für das Viertelfinale qualifizierte sich die spanische Kurnikowa-Bezwingerin Gala Leon Garcia. Nachdem sie bereits am Vortag über zweieinhalb Stunden auf dem Platz gestanden hatte, kämpfte sie Chanda Rubin mit 6:1, 6:7 (5:7), 6:3 in einem weiteren Marathonmatch nieder.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben