Sport : Huber und Haas das neue Erfolgsduo

Thomas Haas und Anke Huber haben in New York Neuland betreten. Der 21-jährige Haas trifft in seinem ersten US- Open-Achtelfinale auf Cedric Pioline (Frankreich). Die drei Jahre ältere Anke Huber hat sich bei ihrem zehnten Auftritt in Flushing Meadows erstmals bis ins Viertelfinale gegen die Weltranglisten-Erste Martina Hingis (Schweiz) durchgeschlagen. Nach den Rücktritten von Steffi Graf und Boris Becker könnten Huber und Haas zum neuen Erfolgsduo im deutschen Tennis werden.

Meist hat Anke Huber in den Treffen mit Martina Hingis gut mitgespielt, dann aber doch den Kürzeren gezogen. Vor dem zehnten Duell, dass heute über die Bühne gehen soll, kündigte sie selbstbewusst an: "Diesmal will ich gut mithalten und gewinnen." Haas hat im Match gegen den Weltranglisten-26. Pioline, den US-Open-Finalisten von 1993, allenfalls Angst davor, dass ihn seine Leistenzerrung behindern könnte. "Es ist nicht abzusehen, wie sich die Verletzung entwickelt. Es kann alles passieren", sagte sein medizinischer Betreuer Alex Stöber.

"Einen fünften Satz hätte Tommy nicht durchgehalten", stellte Peter Haas nach dem 6:7 (7:9), 6:3, 6:4, 7:6 (7:3) seines Sohnes in der dritten Runde über Hicham Arazi (Marokko) fest. "Es war ein ganz besonderer Tag für mich, weil ich erstmals in der Night-Session gespielt habe", sagte Haas. Das 2:57 Stunden dauernde Match stand am Ende auf des Messers Schneide, doch um 0:33 Uhr verwandelte der Weltranglisten-14. seinen Matchball. "Jetzt muss ich erst einmal ausschlafen", sagte er.

Wie Anke Huber bei ihrem Zweisatzsieg über Amelie Mauresmo (Frankreich), musste auch Haas wegen des Regens kurz vom Platz. Und wie die Karlsdorferin ließ sich auch der in Florida lebende Haas von den äußeren Umständen nicht beirren. Manchmal gelangen ihm gegen Tennis-Entertainer Arazi sogar Kunstschläge. "Ich glaube", sagte er stolz, "ich habe ihm die Schau gestohlen, mit dem Ball durch die Beine." Spektakulär wehrte Haas gegen den Linkshänder, der in der Weltrangliste auf Platz 43 liegt, einen Satzball ab. Dann verbeugte er sich wie ein Popstar vor seinem Publikum und wurde gefeiert. Fernsehkommentator John McEnroe sprach hinterher beeindruckt vom "Schlag des Turniers".

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