Sport : „Ich habe keinen Profi-Vertrag“

Eishockey-Trainer de Raaf über seine Zukunft in Mannheim

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HELMUT DE RAAF (42)

wurde als Torhüter mit Köln, Düsseldorf und

Mannheim elfmal Meister. Vor vier Wochen löste er in Mannheim Bill Stewart als Trainer ab.

Foto: Imago

Herr de Raaf, am Sonntag spielen Ihre Mannheimer in Berlin. Eisbären-Manager Peter John Lee, in Düsseldorf früher Ihr Mitspieler, sagt, Sie seien besser besetzt als die Berliner...

Er stapelt tief, da reicht ein Blick auf die Tabelle. Die Eisbären sind Erster, wir Siebter.

Die Torhüterposition hat Lee ausgeklammert.

Sie meinen, weil mein Neffe Oliver Jonas in Berlin im Tor steht? Über seine Entwicklung bin ich angenehm überrascht. Oliver hat aber auch viel dafür getan, dass er da hingekommen ist. Ich drücke ihm natürlich immer die Daumen. Außer Sonntag, wir haben die Punkte nötiger als Berlin.

Als Trainer sind Sie im Profi-Eishockey ein Neuling. Wie sind denn Ihre ersten Eindrücke?

Als Spieler gehst du nach einem Spiel nach Hause, als Trainer fängt die Arbeit dann erst richtig an. Freizeit gibt es da nicht mehr viel.

Als Spieler fielen Sie durch Ihre liebevoll bemalten Torwartmasken auf, was ist denn das Besondere am Trainer de Raaf?

Ich gehe immer neue Wege und habe dabei internationale Entwicklungen im Blick. Und dann versuche ich , jedem Spieler die gleiche Verantwortung zu geben. Für mich macht es kein Unterschied, ob da einer in der NHL gespielt hat oder nicht. Und ich lasse offensives Eishockey spielen. Das macht den Spielern mehr Spaß. Mehr Spaß bringt mehr Engagement und das mehr Erfolg.

Was müssen Sie denn mit Mannheim erreichen, damit Ihr Vertrag verlängert wird?

Ich habe gar keinen Vertrag für die Profis. Mein Vertrag als Nachwuchstrainer läuft weiter, über diese Saison hinaus. In Mannheim läuft das sehr professionell, da ist das Vertrauen auf beiden Seiten groß.

Wo landet denn die Vertrauensgemeinschaft aus Mannheim am Saisonende?

Vorsichtig formuliert sage ich: Vieles ist möglich für uns. Denn wir bewegen uns noch nicht an unserer Leistungsgrenze.

Das Gespräch führte Claus Vetter.

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