Sport : "Ich hoffe, meinen Vertrag zu erfüllen"

Glückwunsch zum Freistoß[der das Golde]

Lothar Matthäus (39) spielt seit März in der Major League Soccer. Am Sonntag feierten seine New York MetroStars beim 3:2 über Washington United den zweiten Sieg im fünften Spiel. Matthäus gab die Vorlage zum Siegtor.

Glückwunsch zum Freistoß, der das Goldene Tor in der Verlängerung brachte. War Ihre neue Mannschaft heute besser?

Fortschritte machen wir auf jeden Fall. Wir haben noch ziemliche Kommunikationsprobleme in der Mannschaft. Vieles geht noch nicht so zusammen, wie es zusammen gehen sollte. Da muss man schon mal den Finger auf die Wunde legen, und da fühle ich mich schon auch in die Verantwortung genommen.

Reicht das, was heute an Fortschritten sichtbar war?

Nein. Wenn eine Mannschaft unterhalb ihres Potenzials spielt, ärgert mich das. So kommen wir nie vom Tabellenende weg. Aber ich habe im Training ja gesehen, dass es besser gehen kann. Wenn das nicht umgesetzt wird - das ist unverzeihlich! Aber es wird besser. Dass das nicht von einem Tag auf den anderen geht, ist doch superklar.

Das heißt, Sie bleiben?

New York gefällt mir toll, ich fühle mich hier sehr wohl. Das Verhältnis zu den Mitspielern ist toll, ich komme mit dem Trainer und dem Management sehr gut zurecht. Ich hoffe, meinen Vertrag hier zu erfüllen.

Sie hoffen nur?

Ich will eigentlich schon hier bleiben, wie es in meinem Vertrag steht.

In der US-Presse wird bezweifelt, ob Sie nach dem Länderspiel gegen die Schweiz am Mittwoch überhaupt nach Amerika zurückkommen.

Ach ja? Mit gefällt es hier sehr gut. Aber das Leben ist voller Überraschungen.

Apropos Länderspiel. Wie sind die Aussichten?

Wir haben auf jeden Fall die Talsohle hinter uns gelassen und den Tiefpunkt überwunden, und ich bin für die Zukunft sehr zuversichtlich.

In Amerika regiert derzeit nicht der Fußball, was er ohnedies selten tut, sondern Elian. Das ganze Land streitet um den kubanischen Flüchtlingsjungen. Was halten Sie von dem Gezerre?

Ich habe keine Zeit gehabt, mich genau damit zu beschäftigen. Ich kann nur sagen: Ich finde es sehr eindrucksvoll, wie alle Seiten sich einsetzen. So, wie die Beteiligten um ihre Rechte kämpfen, so tue ich das jeden Tag auf dem Platz. Das Gespräch führte Robert von Rimscha

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