Sport : "Ich kann den Arm kaum heben"

FRAGE: Welche Farbe hat denn Ihr Haar zur Zeit?

KRETZSCHMAR: Das Blond wächst langsam raus.Auf welche Farbe ich mich dann festlege, weiß ich noch nicht.

FRAGE: Bekommen Sie denn nach Ihrer kürzlichen Heirat immer noch so viele Fanpost?

KRETZSCHMAR: Offenbar hat sich noch nicht herumgeprochen, daß ich in den Hafen der Ehe gesegelt bin.Pro Woche sind es immer noch bis zu 30 Briefe.

FRAGE: Sportlich läuft es mit dem SC Magdeburg weniger gut.Man ist mit großen Erwartungen in die Saison gegangen, jetzt steht Magdeburg tief im Keller.Ist der Meisterschafts-Zug schon abgefahren?

KRETZSCHMAR: Von dem Titel haben ohnehin nur Illusionisten gesprochen.Daß wir jetzt so weit unten stehen, verwundert mich nicht, schließlich hatte es unser bisheriges Programm in sich.Allerdings hätten wir nicht in Dutenhofen verlieren dürfen.Es hat sich eben gezeigt, daß wir noch kein Spitzenteam sind, weil wir spielerisch noch Probleme haben.

FRAGE: Das könnte sich ändern, wenn Daniel Stephan nach Magdeburg wechselt.Ist an den Gerüchten was dran?

KRETZSCHMAR: Sicher ist da was dran.Aber wenn der TBV Lemgo clever ist, macht er ihm ein finanziell besseres Angebot, und dann wäre der Fall erledigt.

FRAGE: In der Nationalmannschaft haben Sie mehr Freude.Bei den Länderspielen gegen Schweden haben Sie gerade insgesamt 14 Tore erzielt und waren neben Daniel Stephan der beste Spieler.Sind Sie jetzt nicht mehr der Problemboy?

KRETZSCHMAR: Das war ich eigentlich nie.Ich hatte zwar mal Differenzen mit dem Bundestrainer, wurde auch einige Zeit ignoriert, doch das ist Schnee von gestern.

FRAGE: Warum hat es nicht gereicht, Schweden zu besiegen?

KRETZSCHMAR: Die Schweden sind spielerisch viel besser als wir.Da können wir noch nicht mithalten.

FRAGE: Sie haben jetzt Ihr 97.Länderspiel bestritten.Wann ist das Jubiläumsspiel fällig und hat das für Sie überhaupt einen besonderen Wert?

KRETZSCHMAR: 100 Länderspiele auf dem Buckel zu haben, das ist schon was.In diesem Jahr wird es allerdings nichts mehr, weil nur noch zwei Begegnungen auf dem Programm stehen.

FRAGE: Haben Sie noch Kontakt zur Handballszene in Berlin?

KRETZSCHMAR: Ganz selten.In Berlin bin ich aber noch etwa alle 14 Tage, denn dort leben noch meine Eltern und Geschwister.

FRAGE: Die am Mittwoch sicher beim Spiel in Spandau dabeisein werden.

KRETZSCHMAR: Ich bin mir noch gar nicht so sicher, ob ich spiele.Ich habe am Arm einen verhärteten Bluterguß, der mich stark behindert.Ich kann den Arm kaum heben.Was es genau ist, konnte auch die Ultraschall-Untersuchung nicht klären.Ob ich spielen kann, wird sich erst beim Aufwärmen zeigen.

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