Sport : "Ich muss zuerst Svetislav fragen" - Wie lange hält die Dominanz?

Zum vierten Mal in Folge wurde Alba Berlin am Donn

Zum vierten Mal in Folge wurde Alba Berlin am Donnerstagabend Deutscher Basketball-Meister. Wie lange wird diese Dominanz noch anhalten? Wir fragten Beteiligte und Unbeteiligte, Freunde des Vereins und sportliche Gegner.

Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister und gemeinsam mit seinem Sohn häufiger Gast bei Alba-Heimspielen: "Der Albatros ist für mich eines der schönsten Symbole des Neuen Berlin - Höhenflug, Mut zum Erfolg und die Zuversicht, auch auf große Distanz das Ziel zu erreichen. Nur mit der Punktlandung klappt es nicht immer. Aber als Alba-Fan glaube ich, dass der Vogel noch lange den Luftraum über den Basketballkörben beherrschen wird."

Mike Koch, Europameister unter Bundestrainer Pesic 1993 und Europaliga-Champion 2000 mit Panathinaikos Athen: "Im Augenblick kann man wohl davon ausgehen, dass es noch ein paar Jahre so bleibt. Alba hat den mit Abstand höchsten Etat der Bundesliga, kann sich deshalb die besten deutschen Spieler leisten und mit Wendell Alexis den wahrscheinlich besten Ausländer, der je in Deutschland gespielt hat."

Henrik Dettmann, Herren-Bundestrainer: "Solange genug Geld da ist. Geld kommt, wenn man arbeitet und Visionen hat. Wie lange die Dominanz noch hält, sollte man die anderen Vereine fragen. Die müssen den Rückstand aufholen."

Otto Reintjes, bisher Manager bei Bayer Leverkusen, zukünftig General Commissioner der Arbeitsgemeinschaft Basketball Bundesliga (BBL): "Solange es anderen Vereinen nicht gelingt, ähnlich gute Rahmenbedingungen im sportlichen wie finanziellen Bereich zu schaffen. Niemand sollte jammern, alle sollten daran arbeiten, dorthin zu kommen, wo Alba Berlin jetzt ist."

Jörg Busche, Vorsitzender des Fan-Clubs Alba-Tross: "Solange dieser Meistertrainer bei uns bleibt, gewinnen wir mit jedem Team den Titel."

Henrik Rödl, Mannschaftskapitän, seit 1993 bei Alba: "Wir haben ein sehr gutes Konzept und ein sehr gutes Umfeld mit dem Trio Pesic, Hauert, Baldi. DasKonzept ist zwar so angelegt, dass es nicht von einzelnen Personen abhängen soll. Dass es aber schwierig zu verktraften ist, wenn einer aussteigt, hat man gesehen, als Marco Baldi sich für eine Weile zurückgezogen hat."

Borislav Stankovic, Präsident des Basketball-Weltverbandes Fiba: "Eine Prognose gebe ich nicht, lieber eine Begründung: Berlin hat ein gutes Management, einen guten Trainer und ist eine Stadt mit einem großen Herzen für Basketball. Für uns ist es wichtig, dass Berlin topp bleibt, weil Basketball in den Metropolen gespielt werden muss."

Marco Baldi, früher Manager, jetzt Vizepräsident von Alba Berlin: "Das hängt von unserer Intensität ab. Und davon, ob Berlin sich weiter eine dominante Basketball-Mannschaft wünscht."

Bruno Soce, Trainer der Telekom Baskets Bonn, seit vielen Jahren eng befreundet mit Svetislav Pesic: "Ich muss zuerst meinen Freund Svetislav fragen, wie lange er noch in Berlin bleibt. Und danach den Präsidenten Dieter Hauert und den Vizepräsidenten Marco Baldi. Diese drei sind hauptverantwortlich für den Erfolg."

0 Kommentare

Neuester Kommentar