Sport : „Ich wollte jeden Ball halten“

NAME

Herr Kataoka, haben Sie Angst gehabt vor den großen Stürmern der Deutschen?

Angst? Nein, Angst nicht. Das war nur etwas ungewohnt für unsere Mannschaft. Wir haben ja keine Erfahrungen gegen solche Spieler. Deshalb habe ich mich vor dem Spiel ganz speziell auf diese Situation vorbereitet – damit ich bloß keine Flanke verpasse.

Aber ist das nicht ein komisches Gefühl, wenn man sich solchen Riesen gegenübersieht?

Unser Gefühl war, dass wir alles geben müssen. Und das haben wir getan.

Als Sie zur Pause ausgewechselt wurden, stand es 4:0 für die Deutschen. Damit können Sie wahrscheinlich gut leben. Oder haben Sie sich etwas anderes vorgestellt?

Ich habe mir vorgenommen, dass ich jeden Ball halte.

Sind Sie trotzdem zufrieden?

Mit drei Gegentoren wäre ich zufrieden gewesen. Aber mehr als drei, das ist schlecht.

Auf der anderen Seite stand Oliver Kahn, der beste Torwart der Welt.

Kahn ist mein Idol. Was er erreicht hat, will ich auch schaffen. Aber ich bin ja erst 17.

Immerhin haben Sie an der Strafraumgrenze einen Zweikampf gegen Carsten Jancker gewonnen. Ganz schön mutig.

Wieso? Da musste ich doch hin. Außerdem mache ich das immer so.

Glauben Sie, dass die Deutschen eine Chance haben, Weltmeister zu werden?

Nur eine ganz, ganz kleine.

Das Gespräch führte Stefan Hermanns.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben