Sport : Im Eiltempo

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London (dpa). Rainer Schüttler hatte es eilig, Nicolas Kiefer in die dritte Runde von Wimbledon zu folgen. Nach nur 76 Minuten zeigte der 24-Jährige nach dem 6:3, 6:0, 6:1 über den Armenier Sargis Sargsian triumphierend die Faust. Der Weg ins Viertelfinale, in dem Lokalmatador Tim Henman aller Voraussicht nach der Gegner wäre, ist nun möglich. Zunächst geht es am Samstag allerdings gegen den Spanier Feliciano Lopez. Nicht mehr dabei ist der Qualifikant Alexander Waske (Frankfurt/Main). Der 27-Jährige, zuvor Sieger über den Italiener Andrea Gaudenzi, verlor in vier Sätzen gegen den Brasilianer Flavio Saretta.

Am vierten Tag der All England Championships hatten sich zuvor auch die letzten beiden von acht gestarteten Spielerinnen des Deutschen Tennis Bundes (DTB) verabschiedet. Barbara Rittner aus Leverkusen unterlag Silvia Elia Farina aus Italien 3:6, 2:6 und war dabei ebenso chancenlos wie Jana Kandarr gegen Tamarine Tanasugarn aus Thailand. Die Heidelbergerin verlor 3:6, 4:6 und musste sich am Ende vorhalten lassen, selbst die besten Chancen ausgelassen zu haben.

„Heute hat einfach alles gepasst“, sagte Schüttler fast schwärmerisch über seine Vorstellung. Der Wahl-Schweizer nutzte im Duell mit dem chancenlosen Sargsian kaltblütig jede sich bietende Möglichkeit. Dass sein Gegner mit jedem Fehlschlag unsicherer wurde und mehr protestierte als kämpfte, half ihm dabei. Der 29-jährige Armenier fand sich schnell mit der Niederlage ab. Der an Nummer 17 gesetzte Schüttler hatte sogar Zeit, sich um einen Rollstuhlfahrer zu kümmern, den er für dessen unermüdliche Unterstützung noch während des Matches mit einem Wimbledon-Handtuch belohnte. Am Ende jubelten auf der Tribüne alle, am lautesten aber Schüttler-Trainer Dirk Hordorff und die schon ausgeschiedene Bianka Lamade.

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