Sport : Im Fall Armstrong stellt der Weltverband sechs Fragen

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Hamburg Der siebenmalige Tour-de- France-Sieger Lance Armstrong hat in der Doping-Diskussion um seine Person die Stellungnahme des Radsport-Weltverbands UCI begrüßt. „Ich bin erfreut, dass der Verband den Fall einer Untersuchung unterziehen will. Denn jede professionelle Untersuchung wird beweisen, dass die Doping-Vorwürfe keine Grundlage haben, weil ich nie leistungssteigernde Medikamente genommen habe“, sagte der Amerikaner. „Es sieht so aus, als ob der Verband die richtigen Fragen stellt.“

Die UCI hatte Aufklärung von der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada und vom Pariser Labor Chatenay-Malabry gefordert. Die UCI schickte einen Sechs- Fragen-Katalog. Von der Wada und vom Labor will die UCI unter anderem wissen, wer die Untersuchung angeordnet hat, wie das ohne Zustimmung des Fahrers geschehen konnte und warum sie selbst nicht informiert worden war. Vor der Stellungnahme erklärte UCI-Präsident Hein Verbruggen jedoch in der Tageszeitung „Le Figaro“, dass nicht mit Sanktionen gegen Armstrong zu rechnen sei.

Die französische Sportzeitung „L’Equipe“ hatte am 23. August unter Berufung auf Ergebnisse des Anti-Doping-Labors in Chatenay-Malabry berichtet, dass nachträglich untersuchte, anonyme Urinproben aus dem Jahr 1999 positiv gewesen und Armstrong zuzuordnen seien. Der Texaner hatte nach der Frankreich-Rundfahrt in diesem Jahr seine Laufbahn beendet, erwägt aber nun ein Comeback. dpa

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