Sport : Im Gleichschritt

Die deutschen Damen und Herren gewinnen jeweils zum zwölften Mal die Hallenhockey-EM

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Eindhoven – Die deutschen Teams haben wieder einmal die Europameisterschaft im Hallenhockey gewonnen. Jeweils zum zwölften Mal sicherten sich am Sonntag in Eindhoven die Damen und Herren des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) den Titel bei der erstmals als Doppelveranstaltung ausgetragenen Europameisterschaft. Die überwiegend mit Alt-Internationalen angetretenen Herren revanchierten sich im Finale durch den 4:3 (2:1)-Erfolg gegen Polen dafür, dass sie gegen denselben Gegner in der Vorrunde im 128. Hallen-Länderspiel die erste Niederlage überhaupt (4:9) kassiert hatten. Die DHB-Damen setzten sich im Endspiel 4:2 (2:1) gegen Gastgeber Niederlande durch.

Da sich bei den Herren die Nationalspieler auf die Feldhockey-WM im September konzentrieren sollen, hatte Bundestrainer Bernhard Peters sieben Spieler in seine Auswahl berufen, die ihre internationale Karriere eigentlich schon beendet hatten. „Da man gegen die starke Konkurrenz nur mit erfahrenen Hallenspielern bestehen kann, habe ich mich für Leute wie Christian Mayerhöfer, Christoph Eimer oder Michael Green entschieden“, sagte Peters. „Ich weiß, dass diese Jungs noch immer einen großen Siegeswillen haben und alles tun werden, um die Goldmedaille zu holen.“ Und der Coach sollte sich nicht täuschen, sein Konzept ging auf.

Gegen Polen schossen der überragende Sascha Reinelt (3 Treffer) und Hallen-Spezialist Philip Sunkel (1) den ungefährdeten Sieg für die starken Deutschen heraus, die im Finale überlegener waren, als es das knappe Endergebnis aussagt. Polens dritter Treffer fiel erst nach der Schlusssirene durch eine Strafecke, die noch ausgeführt werden musste. Mit insgesamt neun Treffern war der Stuttgarter Reinelt auch der beste Torschütze der Deutschen. „Ich bin von der Leistung dieser Mannschaft begeistert. Sie war auf den Punkt topfit und ist verdient Europameister geworden“, sagte Peters.

Zuvor hatten die Damen im Endspiel gegen die Gastgeberinnen aus den Niederlanden bei der 13. Europameisterschaft zum zwölften Mal den Titel geholt. Die Hamburgerin Anneke Böhmert und die Berlinerin Natascha Keller erzielten im Finale je zwei Tore für die Deutschen, die nur 1996 im Endspiel gegen England den EM-Titel verpasst hatten. Böhmert war mit insgesamt 15 Treffern beste Torschützin des Turniers. „Es war ein verdienter Sieg, der durchaus noch höher hätte ausfallen können“, sagte Bundestrainer Markus Weise.

Er hatte für diese Titelkämpfe eine ganze Reihe von Spielerinnen nominiert, die auch im Hinblick auf die Feld-WM vom 27. September bis zum 6. Oktober in Madrid zur Stamm-Mannschaft des Olympiasiegers gehören dürften. dpa

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