Sport : Im Zeichen der Raute

Karsten Doneck

wundert sich über die neue Heimschwäche des HSV Die Raute, schwarz-weiß-blau gefärbt, ist als Logo das Markenzeichen des Hamburger SV. Als Thomas Doll im Oktober 2004 das Amt des Cheftrainers beim HSV antrat, lag also eine taktische Neuerung auf der Hand: Wie von anderen Bundesligamannschaften teilweise längst praktiziert, formierte auch Doll sein Mittelfeld in Rautenform. Neuer Trainer, neue Taktik: Der HSV löste sich schnell vom letzten Tabellenplatz, kletterte aufwärts und hält inzwischen Kontakt zu den zur Europapokalteilnahme berechtigenden Plätzen.

Dennoch ist der Höhenflug leicht wolkenverhangen. Dem HSV ist nämlich in dieser Saison die einstige Heimstärke abhanden gekommen. Das 2:3 gegen Dortmund am Sonnabend war bereits die fünfte Niederlage der Mannschaft im 13. Saisonspiel im eigenen Stadion. In der gesamten vorigen Saison hatte der HSV ganze dreimal zu Hause verloren.

In den 18 Spielen unter Thomas Doll, jeweils neun daheim und auswärts, haben die Hamburger in der Fremde sogar einen Punkt mehr geholt als zu Hause. Eine Frage der Taktik? Ist die Mittelfeld-Raute auswärts ein taugliches Mittel, um Gegner zu drangsalieren, aber für Heimspiele unangemessen? Sicher nicht. Nur: Der HSV geht seit Doll seine Spiele sehr konsequent an. An den 26 Spieltagen gab es für den HSV erst einmal ein Unentschieden: das 1:1 in Bremen.

Solche halben Sachen akzeptieren sie also offenbar nicht in Hamburg. Und demnach bleibt ja nur: Gewinnen – oder verlieren, notfalls auch mal zu Hause.

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