Sport : „Immer bereit“

Torwart Christian Fiedler über seine Rolle als Stellvertreter

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Herr Fiedler, Sie standen seit acht Monaten mal wieder im Tor von Hertha BSC.

Und?

Das muss doch was Besonderes sein.

Ist es aber nicht, glauben Sie mir. Ich kenne diese Situation sehr genau.

Sie spielen nur dann, wenn Stammtorwart Gabor Kiraly verletzt ausfällt, oder, wie heute gegen den 1. FC Nürnberg, gesperrt ist.

Sie sagen es.

Als Feldspieler hätten Sie bessere Chancen. Bereuen Sie es, Torwart geworden zu sein?

Zum ersten Teil Ihrer Frage: ja. Zum zweiten Teil: nein.

Warum haben Sie sich denn eine solche Position ausgesucht bei dieser Perspektive?

Was wollen Sie jetzt von mir hören? Für mich ist es seit langer Zeit immer das Gleiche. Das letzte Mal kam ich gegen Mönchengladbach in der vergangenen Saison ins Spiel. Gabor hatte sich verletzt. Diesmal kam die Nachricht am Abend vor dem Spiel. Aber das ist egal. Ich halte mich immer bereit.

Waren Sie nicht nervös?

Nervös – das habe ich mir abgewöhnt.

Dabei hatten Sie alles andere als einen geruhsamen Nachmittag gegen Nürnberg.

Wir hatten in der ersten Halbzeit ein paar Probleme. Die Nürnberger waren vor unserer Abwehr sehr clever. Sie zogen immer wieder Leute von uns aus der Abwehr weg, so kamen sie zu gefährlichen Chancen. In der zweiten Halbzeit aber hatten wir sie im Griff.

Die Fragen stellte Michael Rosentritt

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