Sport : Immer noch kein Geld

Claus Vetter

Eishockey ist bei den Berlin Capitals momentan nur eine Nebensache - und nicht einmal eine schöne angesichts der sich häufenden Niederlagen. Dass musste auch Geschäftsführer Reinhard Hofmann erkennen, als er am Freitag aus dem Urlaub zurückkehrte. Während seiner Abwesenheit war Hofmann von dem neuen Generalmanager der Capitals, Andreas Hahn, stark kritisiert worden. "Mit dem Hofmann haben wir keine Chance", hatte Hahn gesagt.

Reinhard Hofmann sieht das alles ganz anders. Gestern weilte der Steuerberater von Egon Banghard, dem Hauptgesellschafter der Capitals, noch in Baden-Baden. Am Sonntag aber will Hofmann nach Berlin kommen und Klartext sprechen. "Ich kann verschiedene Aussagen nicht im Raum stehen lassen", sagt Hofmann. "Da möchte sich eine bestimmte Person ins Rampenlicht stellen, und eine zweite aus dem Rampenlicht verschwinden. Ich lasse mir weder von Herrn Hahn noch von Herrn Banghard Schuld zuschieben. Das schadet den Capitals und mir persönlich."

Reinhard Hofmann erzählt seine Version der für die Capitals so unangenehmen Geschichte mit dem austehenden Gehaltszahlungen. Vor seiner Abreise am 28. Dezember habe er den Sportdirektor der Capitals, Olle Öst, damit beauftragt, der Mannschaft mitzuteilen, dass die Dezember-Gehälter nicht fristgerecht bezahlt werden können. "Vielleicht war der Informationsfluss nicht so, wie er hätte sein müssen", sagt Hofmann. "Ich bin aber optimistisch, dass wir das Gehalt Mitte des Monats bezahlen können." Die Capitals erwarten noch Geld von einer Versicherung. Zudem stand eine Rate des Hauptsponsors Skoda aus, die bei rund 200 000 Euro lag. Dieses Geld ist aber inzwischen eingetroffen.

Zur momentanen Nebensache bei den Capitals, dem 43. Spieltag in der Deutschen Eishockey-Liga: Gestern mussten die Berliner bei der Düsseldorfer EG antreten und hofften auf ein Ende ihrer fünf Spiele währenden Niederlagenserie.

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