Sport : Immer wieder gegen Manchester

Bei der Auslosung für die Zwischenrunde der Champions-League haben die im Wettbewerb verbliebenen Bundesligisten am Freitag in Genf starke Gegner mit klangvollen Namen gezogen. Während Titelverteidiger FC Bayern in Gruppe A neben Manchester United als klarer Favorit gilt und gegen den FC Nantes sowie Boavista Porto allerbeste Chancen auf das Weiterkommen hat, droht Leverkusen in der Gruppe D das Aus. "Wir haben drei Granaten zugelost bekommen", sagte Trainer Klaus Toppmöller, nachdem in Juventus Turin, Deportivo La Coruna und Arsenal London nacheinander Spitzenclubs aus den stärksten Ligen des Kontinents aus der Lostrommel befördert wurden.

"Das ist eine Gruppe mit Mannschaften, die man schlagen kann. Ich hoffe und gehe davon aus, dass ManU und wir weiter kommen", sagte Trainer Ottmar Hitzfeld vom FC Bayern, dem sich gleich im ersten Heimspiel der am 20. November beginnenden zweiten Gruppen-Phase gegen "ManU" die Chance zur erneuten Revanche für die 1999 erlittene Endspiel-Niederlage (1:2) bietet. In der vorigen Saison gelang dies den Bayern im Viertelfinale (2:1, 1:0) gleich zweimal. "Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen, aber es ist unsere Pflicht, uns in dieser Gruppe durchzusetzen", forderte Torhüter Oliver Kahn. "Es gibt auch stärkere Gruppen. Vom Namen her sind die Gegner bis auf Manchester nicht so hochkarätig", urteilte Hasan Salihamidzic.

"Die Münchner haben wieder das große Glück gehabt. Für uns ist es eine Hammer-Gruppe", sagte Leverkusens Manager Reiner Calmund. Juventus Turin, Arsenal London und La Coruna zählen national und international seit Jahren zur Spitze. "Unser Team hat schon dem einen oder anderen ein Bein gestellt. Schließlich haben wir gute Erfahrungen in der Vorrunde mit Barcelona gemacht. Juventus, Deportivo und Arsenal sind alles klangvolle Namen. Wir haben noch gegen keines dieser Teams gespielt, das ist etwas Großartiges", ergänzte Calmund.

In der dritten Uefa-Cup-Runde (22. November/6. Dezember) trifft Borussia Dortmund auf den FC Kopenhagen. Matthias Sammer sieht den FC Kopenhagen, der Ajax Amsterdam eliminierte, als unangenehmen Gegner. Der Coach sagte: "Die Dänen haben auf mich einen guten Eindruck gemacht." Einen solchen hinterließ auch Hapoel Tel Aviv, das die Überraschung der zweiten Runde geliefert. Die Israelis warfen den FC Chelsea durch ein 1:1 im Rückspiel in London aus dem Wettbewerb. Chelsea hatte im Hinspiel in Tel Aviv auf fünf Spieler verzichten müssen, die nicht mitreisen wollten. Tel Aviv tritt nun gegen Lokomotive Moskau an.

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