Sport : „In anderen Sportarten wären längst Bierflaschen geflogen“

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Yared Dibaba, Sie als Stadionsprecher mussten bei der BeachvolleyballWM rund 4000 Zuschauer während des Streiks unterhalten – rund 105 Minuten lang.

So was zu überbrücken, das ist doch mein Job.

Ging Ihnen nicht zwischendurch mal die Puste aus?

Ich hätte sicherlich noch zwei Stunden so weitermachen können. Das macht doch gerade Spaß, wenn unvorhergesehene Dinge passieren. Da kann man dann richtig kreativ sein.

Wie hat denn das Publikum reagiert, als es merkte, dass die Spieler sich nicht warm machten?

Die Leute waren sehr geduldig. Erst nach eineinviertel Stunden haben einige angefangen zu pfeifen. Das waren so zwei oder drei. In anderen Sportarten wären da längst Bierflaschen auf den Platz geflogen.

Sie haben die Zuschauer nicht informiert, dass ein Streik den Spielbetrieb aufhält – bewusst?

Mir war ja selbst nicht klar, was Sache ist. Ehrlich. Aber gewundert habe ich mich auch.

Sie haben Ihre Aufgabe mit ihren Sprüchen gut gelöst.

Schön, dass das mal einer anerkennt.Die Fragen stellte Karsten Doneck

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