In fünf Minuten ist alles vorbei : Füchse besiegen auswärts Großwallstadt

Mit einem überlegen herausgespielten 29:21 (14:10)-Erfolg beim TV Großwallstadt rehabilitierten sich die Bundesliga-Handballer der Füchse Berlin für das Aus im Pokal gegen den THW Kiel.

Margot Staab

Knapp 4000 Zuschauer waren gekommen, knapp 4000 Zuschauer wollten ein spannendes Spiel sehen. Sie sahen eine langweile Partie. Die Gäste machten nicht mehr als sie mussten, die Gastgeber konnten nicht mehr als sie zeigten. Ergibt ein Spiel, das so aufregend war wie die Wettervorhersage.
Aber wenn man dem Füchse-Trainer zuhörte, dann war das eine hochspannende Vorstellung. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Spiel und mit dem Ergebnis“, verkündete Dagur Sigurdsson. „Meine Mannschaft hat Charakter gezeigt. Vor allem die Abwehr und der Torhüter zeigten gute Leistungen.“ Großwallstadt? Starkes Team. „Wir sind davon ausgegangen, dass es sehr schwierig werden würde, vor allem nach den letzten Ergebnissen des TVG. Ich bin sehr froh, dass es so gelaufen ist.“
Die Füchse führten nach elf Minuten schon 7:3. Vor allem Ivan Nincevic und Sven-Sören Christophersen hatten bis dahin als Torschützen geglänzt. Nur einmal hatten die Gastgeber eine gute Phase. Nach dem 3:7-Rückstand spielten sie konzentrierter, doch die Füchse hatten das Spiel bald wieder im Griff. Zwischendurch gab es einen Aufreger. Zunächst warf der Großwallstädter Andreas Kunz von außen, scheiterte aber an Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter. Den Abpraller schnappte sich Csaba Szücs, zog ab und traf den Füchse-Keeper im Gesicht. Doch nach kurzer Zeit konnte es weitergehen. Die Füchse standen nun sehr aggressiv in der Deckung und führten zur Halbzeit 14:10.
Dann drehten die Berliner richtig auf und entschieden die Partie innerhalb von fünf Minuten endgültig für sich. Torsten Laen erzielte am Ende dieser Druckphase das 18:10. Dann drosselten die Gäste ihr Tempo, doch die Partie war gelaufen. Sigurdsson nahm beim 26:19 noch eine Auszeit, doch große Bedeutung hatte diese Maßnahme nicht.

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